Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
136
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136 . Glocke.

zur Längt die ganze Weite der Glocke, und außerdemnoch ^ Zapfen, deren jeder i Schlag lang und -j oderj Schlag dick ist. Die ganze Höhe betrögt 3 bis 4Schlage. Zur Bewegung der Glocke sind die ordent-lichen runden Zapfen die besten, welche wider dasAus-springen mit guten Deckel» zu verwahren sind. Eskönnen auch messingene oder metallene Zapfenlagergebraucht werden, welche die Bewegung sehr erleich-tern. Bey Glocken von mittlerer Größe kann manauch prismatische Zapfen gebrauchen.

Zu einem Muster für sehr große und schwere Glo-cken, befindet sich im Jutell. Comtoir zu Leipzig, eindon Hrn. I. G. Köli, in Zwickau, nach einem, dieElle zum Zoll verjüngenden Maßstabe verfertigtesModell, da der Glockenstuhl von solcher Starke undEinrichtung ist, daß eine große Glocke von n; Cerftn.und eine mittlere von ;z Cc darin hangen kann. DaSganze Werk ist von starkem Fichtenholze, überall starkmit Eisenwerk verbunden; so gar die über das KreuHliegenden, und wie Eittör gebaueren, Schwungsireben,sind. mit eisernen Bolden durch jedes KreuH befestigt.An diesem Modell ist die besondere Einrichtung in An-sehung des Ruhepunctes der Glockenzapfen merkwür-dig. "Es liegen nähmlich die Zapfen auf einem mond-förmigen, nach der Erde gebogenen Eisen, wodurch,falls auch dieses Eisen, welches ein Tragschild genanntmird, fest stünde, schon viel, gegen das Liegen in einemaufwärts gebogenen zirkelförmigen Zapfenlager, ge-wonnen wäre, indem hier die seitwärts in dem Zapfen-Lager entstehende heftigeFriction schon vermieden wird.Zu mehrerer Erleichterung aber kommt noch hinzu,daß dieses TraMM beweglich ist, indem es unken nurauf einer Spitze, die in einer stählernen Pfanne steht,ruhet, und daher nach dem Schwünge der Glocke mitihr seitwärts fällt. Damit aber die Glocke nicht voMTragschilde herunter fallen könne, sind zu beyden Sei-