Glocke.
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daß auch alle Glocken im Lande gegossen werden, dieMan sonst bey den Glockengießern bestellt, welche dieseProfession wie ein anderes bürgerliches Gewerbe trei-ben. Hier ist aber nur von dem Ausgabeartikel dieRede, welche einem Kammercollegio obliegt, wenndasselbe den Guß der Glocken selbst besorget, die es inFestungen, Schlössern und andern öffentlichen Gebäu-den anzuschaffen und zu erhalten hat. Hier würdezwar auch zu viel von dem Cameralisten gefordert seyn,daß er das musikalische Verhältniß mit der Kranzdickeund den so genannten Schlägen, genau verstehen soll-te ; indessen muß der Gießer doch so viel von ihm glau-ben, daß, wenn der Cameralist Ursache findet,, in ihnMißtrauen zu setzen, er der Mann sey, der mit An-wendung einiger besondern Bemühungen feiner Tech-nik leicht nachspühren könne, .besonders aber der wah.ren Erforderniß nicht nur der Metalle, sondern auchder übrigen Materialien zu den Figuren -und Buch-staben. Er muß auch wenigstens von der Proportionder Mischung so viel verstehen, daß, wenn er gleichselbst keine Stimme dabey hätte, ob i Theil Zinn und5 Theile Kupfer, und kein Messing, oder i Th. Mes-sing, i Th. Zinn und 10 Th. Kupfer, oder auch 2Theile Kupfer, 1 Th. Messing, und i| Zinn, dieProportion der Mischung seyn soll, er doch so viel ver-stehe, um sich zu versichern, daß die bestimmte Mengeeines jeden Metalles wirklich angewendet worden; erbewirke dieses nun entweder durch seine persönliche^eywohnnng, oder, wenn er so viel Arithmetik ver-steht, durch die archimedische Probe. Denn manbraucht kein Glockengießer zu seyn, um zu wissen, daß,Menn eine goldene dichte Kugel von l Pfund in ioqgleiche Theile des Durchmessers abgetheilt wird, eineeben so schwere kupferne Kugel lag solcher Theile, ei-lte Messingene 130, und eine zinnerne 136, haltentlmß. Wenn der Carneralist nur so viel weiß, so istDee.Enc.XtXTih. K er