Glocke.
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wie vorher, wenn die Glocken geläutet wurden. Die-ses verursachte ein noch weiteres, ernstliches Nachden-ken über die vor mehren, Jahren gehabcen Vorstellung-e«: wie doch das Läuten geschehen könnie, ohne daßdie metallene Glocke selbst in so starke Bewegung ge-bracht würde? Man entwarf seine Gedanken nicht nurauf das Papier, und verfertigte mancherley Risse, umdiese Sache desto reiflicher zu überlegen, und so wohldie Vortheile als Nachtheile davon zum voraus einzu-sehen. Es war auch nicht genug, einen Vortheil an-zugeben, wie nur der Klöppel beweget werden, dieGlocke aber unbeweglich hangen bleiben könnte: son-dern man dachte auch darauf, daß der helle und guteKlang der Glocke recht wohl zu hören seyn möchte, unddaß das Werk nur simpel, und weder zu künstlich nochzu kostbar würde; imgleichen, weil auf einigen Klo-sterdörfern, insonderheit in Prester und Calenberg, ebensolche schadhafte und den Einsturz drohende Kirchthür-Nie wären, wie die Bewegung des Klöppels einzurich-ten sey, daß die Sache allgemeiner und gemeinnützigerwerde.
Da es aber sehr mißlich und schädlich ist, derglei,chen im Großen anzulegen, ohne vorher durch Modelleden Gebrauch und Nutzen genauer untersucht zu ha-ben : so ließ man ein Modell verfertigen, woran einesechsfache Bewegung des Klöppels gezeigt werden konn-te. Nachdem an diesem Modelle die Möglichkeit undb'e Vortheile, das Lauten zu verrichten, ohne die Glo-cken dabey zu bewegen, noch überzeugender wurden,schritt man zur Realisirung seiner vieljährigen Gedan-ken, und brachte eine von den sechs Arten der Beweg-ungen, welche auf dem Papiere und an dem Modell zusthen gewesen, im Großen an, und ließ aufdem Kirch-türme zu Kloster Bergen eine ganz simple Maschineanlegen, den Klöppel zu bewegen, und dadurch das«-«Uten zu bewerkstelligen.
K 5 Fig.