Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Glocke.

Mehrere Vorschläge zu verschiedenen an den Glocke« ttaiu«führenden Werkzeugen, findet mau im 92 St. der 8^-Leytr« zu den braunschw. Anz. v. I. 1768-

Glocken können durch verschiedene Veran-lassungen Schaden leiden und zerspringen.Es kann solches 1) von einer äußerlichen an der Glockevon ungefähr durch einen Harten Groß oder Schlagangebrachten Gewalt- 2) von dem Läuten, 3) vondem Lager. 4) von der Verwahrung an dem Hut,5) von dem Klöppel, und endlich 6) von dem innernWesen und der Beschaffenheit des Metalles, woraussie besteht, herrühren;

Das erste wird nicht leicht statt haben. Wer wirdan eine Glocke so hart schlagen, daß sie zerspringenmuß! Es müßte solches bey einem Bau geschehen.Das andere, oder das Läuten, wird, wenn solches or-dentlich geschieht, bey dem Zerspringen keinen Einfiußhaben. Eine Glocke wird geläutet, wie die andere;diese bleibt ganz, die andere zerspringt. Doch ist dasheftige Prellen zu widerrathen. Denn wenn auch sol-ches der Glocke selbst keinen Nachtheil zufüget, so könn-ten doch die Henkel Schaden leiden, zumahl wenn dieGlocke nicht fest an den Hut anschließt, sondern etwaslocker hängt. Auch muß man die Glocke nicht mit all-zu großer Heftigkeit anziehen oder tretev. Denn weilalsdenn der Klöppel stärker anschlägt, und eine größereErschütterung in der Glocke macht, so lerdet dieselbeGewalt, und diese verstärkte Gewalt kann leicht ein Zer-springen verursachen. Die Lage mrrß bey einer Glockeseyn wie bey der andern; sie muß nicht schief, sonderngerade hangen, und die Joche an dem Glockenstuh!müßen wagerechr liegen. Daß die Zapfen mit Deckelnwohl verwahrt seyn muffen, ist bereits oben erinnertworden, und versteht sich von selbst, weil sonst dieEloche heraus springen und herunter fallen kann. An