Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
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Glocke. J63

den Hut wird die Glocke mit Eisen, Bolzen undSchrauben befestigt, damit sie nicht wanke. DerKlöppel aber kann vornehmlich ein Zerspringen derGlocke verursachen, insonderheit, wenn dessen Schwerein keinem Verhältniß mit dem Gewichte der Glocke steht;ungleichen, wenn derselbe nicht recht hängt, zu hochoder zu tief, daß er nicht gerade an den dicksten Theilder Glocke anschlägt. Ee wird z. E. ein neuer Riemen,,den Klöppel anzuhängen, eingezogen. Man weiß, daßsich das Leder dehnet. Damit man nun sich nicht be-mühen dürfe, den Riemen fort zu schnallen, so hängetMan ihn höher, als er hangen soll; oder der neue Rie-men wird gleich so eingerichtet, daß der Klöppel richtiganschlagt, er dehnt sich aber, und nun kann cS nicht an-derö kommen, als daß der Klöppel sch senket, und Mitdem Anschlag an einen schwachen Theil der" Glockekommt; in beyden Fallen kann ein Zerspringen, entste-hen. Am öftersten findet sich der Sprung in dem äu-ßersten Rande der Glocke, welches nothwendig daherrühren muß, wenn der Klöppel an den schwachen Theildes Randes anschlägt, wohin er nicht gehört. Dasinnere Wesen und die Natur der Glocke selbst, beruhetauf der Güte deö Metalles, auf dessen Mischung undReinigkeit. Ist ein Mangel hieran, so sind die Glockenvon keiner Dauer; sie springen zwar nicht gleich, neh-men aber doch nach einiger Zeit Schaden, wenn eineandere Ursache, z. E. ein starkes Lauten dazu kommt.Dieses hat der Gießer allein zu verantworten. Zwarkann der Fehler oft nicht mit Fleiß gemacht seyn. DasKupfer, woraus der größte Theil deö Metalles besteht,ist von mancherley Art unrein, wenn es von demSchmelzofen kommt, und hat viele fremde Theile, als:Eisen und Schwefel, bey sich. Eines ist spröder, einesschwerflüssiger, als daö andere. Auch hak das ZinnMt viel fremde Zusätze. Hat nun der Gießer schlechtesKupfer und Zinn zu seiner Arbeit erhalten, so muß auch

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