Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Glocken-Blume.

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ist bey den Arten sehr unterschieden; und deswegenhaben Ray und Andere daraus besondere Geschlechtgemacht. Linnä führt 44 Arten an, von welchen t* urdie vornehmsten anzeigen werde.

1. Die pyramidenförmige Glockenblume,oder Dhurmglocke, Campanula pyramidalisCamp. laftescens pyramidalis Gcrard. CampaiH ^ 11pyramidata altiffitna Tourn. wird zur Zierde in denGarten gezogen. Sie ist zweyjahrig. Ihre Wurz^ist dick, knollig und milchig, und treibt 3 bis 4 arMrechte, starke, glatte, und 4 bis 5 Schuh hohe Stä»'gel. Ihre Blätter sind glatt, und die untern viel bt'ker, als die obern. Ihre große, offene, lichtblaue,bisweilen weiße, Blumen kommen an den Seiten derStange! hervor, und formiren eine Pyramide. M^Npflanzt sie entweder durch die Wurzeln fort, welche ma»im Herbste theilet, oder durch abgeschnittene Zweigtoder durch den Samen, welcher die stärksten Pflanztgibt. Um denselben zu bekommen, muß man im Herb'sie einige Pflanzen in eine warme Lage an eine Wanbsehen, in strengem Winter mit Gläsern oder Maltetbedecken, und im Sommer, wenn die Blumen offensind, vor starkem Regen verwahren; den Samen aberim Herbste in Töpfe oder kleine Tröge säen, die nrnleichter ungedüngker Eede angefüllt sind, in der freyesLuft stehen, bey einer starken Kälte aber, oder beygenwetter, unter das Gerahme eines'Mistbeetesbracht, und bey gelinder Witterung mit Lnfc erfrisch^werden. Im Frühlinge nimmt man die Pflanzen ausden Glaötrögen, seht sie in eine warme Lage, und beywarmem Wetter an einen Ort, wo sie Morgenso«^haben, verwahrt sie im Sommer vor Unkraut, und be'gießt sie bey trocknen, Wetter sorgfältig; seht sie'"'September in Beete, welche eine warme Lage, und e>'ne leichte, sandige, ungedüngte Erde haben, wen"Sie Lage niedrig ist, nachdem man den natürlichen