Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
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Glocken-Blume. i8i

Dlumen zum Vorschein, welche sich Abends zusam.Menziehen, und ein Fünfeck formiren. Ihre Kronehat mehr die Gestalt eines Rades, als einer Glocke.Man kann sie durch den Samen fortpflanzen, den manim Herbste aussäet.

iz. Die kurzftielige radförmige Glocken-blume, Campanuia hybrida Linn. Campanuia ar-Uensis erecta C. B. & Tourn, ist von der vorhergehen-den durch folgende Kennzeichen unterschieden. IhrStamm ist aufrecht, und treibt nur unten, oben aberlast gar keine Aeste. Ihre Blumen sitzen zu 3 oder 4lest auf. Ihre Blumenkronen entwickeln sich öftersgar nicht. Sie wächst in England, Frankreich undin der Schweitz auf den Getreidefeldern.

14. Die caiiarlsche Glockenblume, Campa-Nula canariensis Linn. Campanuia canariensis, atri-pUcis folio, tuberosa radice Tourn. hat die canarifchettInseln zu ihrem Vaterlande. Ihre Wurzel ist knol-lig, und hat die Gestalt einer Spindel. Ihr Stammlieht einzeln und aufrecht, ist rundlich, glatt, an 3Schuh hoch, und hat verdickte Gelenke. Ihre Aesteentstehen zu drey, davon die obern länger sind, undsich an ihrer Spitze theilen. Ihre Blätter sind glattund adericht; die an dem Stamine, stehen zu drey,die an den Aesten aber parweise einander gerade gegenüber. Aus der Zertheilung der obern Aeste entsprin-gen einzele, gestielte und unter sich Hangende Blumen.Die Krone ist größer, als die Blätter, und hat dieFarbe der Kaiserblume. Man kann sie entweder ausdem Samen oder besser durch die Wurzeln fortpflan-zn, die man im Julius vorsichtig theilet, und in eineMagere, leichte, sandige, lehmige Erde setzt, worun-^ man den vierten Theil Kalkschutt gemengt hat, dieTöpfe m Schatten setzt, und außer trocknem WetterUicht begießk, in der Mitte des Augustes bey NachtMi>k Gläsern bedeckt, bey.Tage aber der freyen Luft aus«M 3 sitzt;