Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
207
JPEG-Download
 

Glück

207

für einen jeden ungefähren Zufall. Es war ein blo-ßes Glück, daß ich ihn noch antraf.

z. Besonders, ein Umstand, eine Sache, wodurchunsere Wohlfahrt auf das möglichste, wenigstens in ei-,Uemsehr hohe» Grade, verbessert wird. 1) Indemweitejfen Verstände. Dieses Glück ist für dich zu3 roß. Es ist ihm ein unverhofftes Glück wieder:fahren. Gesundheit ist ein großes Glück. Wodieses Wort in der gesellschaftlichen Sprache des Höftstehen Umganges oft gar sehr gemißbraucht wird.Seitdem ich das Glück hatte, Sie das letzte Mahl»u sehen. Gönnen Sie mir das Glück Ihrer Gegen-wart. 2) Im engern Verstände, der ganze Zusam-menhang aller'derjenigen Umstände, wodurch unsereWohlfahrt aus das möglichste befördert wird; welcherZustand doch eigentlich die Glückseligkeit ausmacht.3 ) Im engsten Verstände, der Zustand der möglichstenVollkommenheit unfers äußeren Zustandes. SeinGlück verscherzen. Jemanden an seinem Giückehindern. Er hat sein Glück gemacht, er ist gluck-lich geworden. Ich habe das Glück meines Freun-des gemacht, habeckhn glücklich gemacht.

4. Oft verbindet, man mit diesem Worte den Be-griff eines gewissen Wesens, von welchem der gute Er,folg unserer Unternehmungen und Wünsche abhänget,und welches diejenigen Dinge, welche man zur äußernWohlfahrt für nothwendig hält, nach bloßem Will-^uhr austheilet; welches Wesen, so fern es nach derMythologie der Griechen und Römer als eine Unker-Gottheit vorgestellet wurde, auch die Glücksgöttinnhhvrmna) genannt wird. Dem Glücke im Gchooßesitzen. Das Glück will ihm wohl, hasset dich.u ist unbeständig. Das Glück hat es mir

bescheret. Dem Glücke seinen Gang lassen.

oudP»!* ollen Heiden, welche nicht nur das gütige, sonderndar widerwärtige Glück alt eine Göttinn verehrten, die-selben