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Glück. 209
lassen. Wobey zugleich sorgfältig zu bemerken ist, daßman nicht entweder bey dem Vertrauen auf Gott unddas Glück die nöthige Klugheit, oder vor allzu grosservermeinter Klugheit, Gott und das Glück vergessenmöge. Ins besondere ist auch zu merken, daß man sowohl sein Glück mit großer Aufmerksamkeit erkennenund scharfsinnig beurtheilen, als auch sich in dasselbeklüglich schicken müsse. Das Glück erkennen, heißt,alle diejenigen Umstände, die nicht in »nserer Willkürstehen, und in dem Wohl auf unsere Unternehmungeneinen Einfluß haben können, wie auch ihre Abwechsel-ungen genau bemerken. Das Glück beurtheilen,heißt, überlegen, welche und wie viele solcher Umstän-de uns in unserm Unternehmen förderlich ober hinder-lich seyn können, und ob die mit ordentlicher Klugheitzusammen gesetzten günstigen Umstände des Glückes,den sich vielleicht dabey auch zeigenden widrigen wohlgewachsen seyn dürften. Folglich gehört zu Beurtheil-ung des Glückes ein guter Verstand, um von derDichtigkeit eines jeden Umstandes recht zu urtheilen,und zu untersuchen, was vor Folgen er entweder ge-wiß oder wahrscheinlich nach sich ziehen werde. Denne8 zeigt ein Umstand oft seine glücklichen oder unglück-üchen Wirkungen in einer sehr weit entfernten Folge,die derjenige, der nicht von gutem Nachsinnen ist, nichtErreicht, welcher folglich dergleichen Anfangs schlechtscheinenden Umstand, zu seinem Schaden aus der Achtwßr, und sich nicht zu rechter Zeit darnach richtet. Das'st der Begriff, welchen christliche Politiker und Oeko-Uomeu vom Glücke haben, und sich deswegen der hcid-Usschen Gedanken und Reden von einer blinden Göttinndes Glückes enthalten, noch weniger aber auf die aber-gläubigen Glücksmittel, oder ein günstiges Glück zuerlangen, in ihrem Gewerbe fallen sollen. Das ein-ige ÜTittel zum ordenclichen Glücke ist bethen, ar-beiten, und Gott wahrhaftig vertrauen. Aüßeror-
Drc.Ene. XIX Dh. O denk-