Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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215
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Glücks- Bude. 215

Wir wollen aber die wahre Beschaffenheit derselben,und das gewöhnliche Verhalten der Menschen dabey,noch etwas näher beleuchten.

Die Waaren, welche in den Glücksbuden sich be-enden, sind mehrencheils schlecht und verlegen. Denkreiiolis fehlt die Feinheit, und die Arbeit ist nach-lässig. Eben so verhalt es sich mit den reichen Klei-dern und dergleichen Sachen. Derjenige, welchersolche gewinnet, und, nach, seinem Stande, tragenkönnte, trägt doch Bedenken es zu thun, weil es nurein blend-ndes Wesen, das Tuch grob ist, und dieKressen nicht viel taugen. Daher werden solche ge-meiniglich dein Gluckshafner wieder zu Theile, da ersie dem Gewinnenden um ein Spottgeld wieder ab-Uinnnt, und man ist noch froh, daß man sie noch soanbringen kann, weil sie einem nur auf dem Halse lie-Zen bleiben. Dieses machet, daß viele Waaren inden Glücksbuden solche sind, die schon mehr als ein-mahl gebraucht worden, und öfters schon ganz ausder Mode gekommen sind. Bey dem allen werde»diese sämmtliche Waaren größtentheils um die Hälftfe höher, und noch darüber, eingeschätzet, als derMahre Werth ist. so daß, wenn jemand einen Ge-winn, der für io Rchlr. angesetzt ist, heraus zieht,kr in der That nicht mehr, als 4 oder höchstens ; Rchlr.lftwonncu hat. Hieraus folgt offenbar, daß dergluckshafner aus keiner andern Absicht kommt, als"N Leuten das Geld aus dem Beutel auf eine privi«lkgirte Art zu fischen; und daß so viel allemahl be-hauptet werden kann, daß demselben die Hälfte desEinsatzes zum Vortheil übrig bleibt. Geschieht eS^uch zuweilen, daß der Glückshafen in einem Orteuicht völlig ausgespielet wird, und dem Glückshafnero»ch wohl die Hälfte leerer Zettel liegen bleibt: soer deswegen doch nichts. Auf dieses RisicoW allemahl der Bedacht schon genommen, zumahlO 4 die