Glüh-Tasse. Glupen. 235
Glüh = Tasse, bey den Probierertt, eine kleine Tasse vonGold oder Silber, das ausgelaugte Goldkorn daringlühend, und vor dem Abwägen trocken zu machen.
Glüh - wachs, bey verschiedenen Metallarbeitern, ei-lte Mischung von Wachs, Grünspan, rothen Ocheroder Röthel und Borax, womit die vergoldeten Sa-chen bestrichen und abgeglühet werden, der Vergold-ung dadurch eine hohe Farbe zu ertheilen. ManNimmt z. E. i Pfund gelbes Wachs, 2 Loth angesot-tcnen Vitriol, 1 Quent Grünspan, 2 Loth'Röthel,und §• Quent Borax. Das Wachs wird geschmolzen,und die vorher gepulverten Sachen hinein gerührt,und sodenn Stangen nach Pelieben daraus verfertiget.Ein Mehreres von dem Gebrauche wird, nebst Anzeigeeiner bessern Composition, bey der Beschreibung desVergolden« im Feuer, im Art. Gold, vorkommen.
Gfotna, siehe Balg.
Mumm, ein im Hochdeutschen veraltetes Wort, fürtrübe. Du trübest das Wasser mit deinen Füßen,und machest seine Ströme glumm, Ezech. 32, 2.Im Ober- und Niederdeutschen ist es im gem. Lebenuoch jeßt üblich; Nieders. glum, Engl. gloom.Im Oberdeutschen ist der Glumm, der Koth, H-«M*s, Schlamm, welches durch Vorsehung desZischlautes, daraus gebildet worden, glümen, Nie-ters. glummen, trübe machen. Siehe Lehm.
Ein anderes Wort ist das Mecklenburgische Glumm, ei»unter der Asche glimmendes Feuer zu bezrichnen, welches zuSummen gehört.
Mupen, ein nur in den niedrigen Sprecharten, beson-bere Niedersachsens, übliches Wort, mit einer finstern^artigen Miene von unten auf, oder auch von derSeite, ansehen, wie es tückische Leute, oder auch die,welche ein böses Gewissen haben, zu thun pflegen,^aher heißt eben daselbst glupisch oder glupsk, tü-"ssch, Gr. *<*»; Tttf,
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