23 6 Gluten. Gluth-Schaufel.
Von diesem Worte kommt noch eine Benennungder Gluper her, welches,, in einigen Seestädten beyvornehmen Leichen, diejenigen Leute sind, welche umdie Leiche ganz mit Flor verhangen, tief niedergefchla-gencn Hüten da stehen, und Leid tragen sollen. Dondem Sehen unter dem Hute, und seitwärts weg, hei-ßen sie an diesen Orten wirklich noch (Sluptt . Viel-leicht ist es aus dem Holländ. zluuren entstanden.
Gluten, siehe Leim.
Gluth (*) [bis], ein heftiges Feuer, besonders so fern eSmit einer Menge glühender Kohlen verbunden ist, zu>nUnterschiede von einer bloßen Flamme.
1. Eigentlich. Die Gluth ergriff das nächstdar»»» stehende Haus. Die Arbeiter in der Glas-Hütte, müssen vor der stärksten Gluth arbeiten-Im Oberdeutschen wird es auch häufig für glühendeKohlen gebraucht, welche schon im Tarian gluoti hei-ßen, in welcher Bedeutung es auch in der deutschenBibel nicht selten ist. Und soll einen Napf vollGluth vom Altar nehmen, z Mos. 16,12. Daherin eben dieser Mundart eine Kohlenpfanne nur eintGluchpftrnne, Fr. Fougon, eine Kohlenschaufel n»eeine Glurhschaufel u. s. f. genannt wird.
2. Figürlich, diejenigen heftigen Leidenschaften,Empfindungen und Begierden, welche sonst auch einFeuer genannt werden.
Gluth-Baum, im Forstwesen, ein hohler Baum, »/'*cher den Äschenbrennern zum Ausbrennen ak!gewie>cnwird. Äuch diejenigen Bäume, welche zum Desbrennen in die Glashütte geliefert werden.
Gluch-Schaufel,/ f‘ e » e ® lut 9 *♦
(*) In Oberschiraben Gluat, im Nicders. Gloot, bey dem &*¥ker Lluok. und bey dem Strecker Glucre. ' ImU G!öd, im Däl>. Glod, (Slot, im ?!»qels. Gied, imItf. Gb gl«chfaür eint Ätl;lc. Siehe Glühen.