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Gkttt-Vogel. Gnade.
Elurc Vogel, siehe Schnepfe. (Wasser-)
Qtycanisutn Creteils, siehe Amjnm.
Glycine, amerikanische Erdnuß; s. Th, XI, S. 297, f.
Gjycyrrhiza, siehe GÜß-^>olz.
Gyphe, Glypltis; siehe Schlitz in der Baukunst.
Gnade (*)* ein Wort, welches von nahe, nahen undneigen abstammet, und ehedem die Neigung im eigent.lichsten Verstände bedeutete. Daher sagte man ehe«dem, die Sorme geht;u Gnaden, oder wie eS beydein Kaisersberg lautet, zu Naben, d. i. gehet unter,der Tag neiget sich. In dieser Bedeutung ist es imHochdeutschen völlig veraltet, wo mau es nur in fol-genden figürlichen beybehalten hat.
i. Die Neigung, jemanden Wohlthaten zu erwei-sen, die Geneigtheit, Gewogenheit, Freundschaft, undeine in dieser Gesinnung gegründete Handlung, ohnedlnterschied des Standes. Bey den schwäbischen Dich-tern ist es in dieser Bedeutung sehr häufig, wie eö dennauch jm Oberdeutschen in derselben noch völlig gängUnd gebe ist, und in der gesellschaftlichen Höflichkeitunter Personen gleiches Standes täglich gebrauchtwird. In der deutschen Bibel kommt eö in derselbengleichfalls vor; ja selbst im Hochdeutschen sagt man inder vertraulichen Sprechart, wie stehe ich in Ihrer
Gnade?
l') Bey dem Lero Gnada, bey dem Gttsried Ginada, beydem willeram Gnad», !M Schwabcnsp. wo es mich für- Danksagung gebraucht wird, Genaude, jm Dänische» nurNaade, im Schweb. Näd, wo es aber auch Ruhe bedeutet.Diejenige» Fälle, worin der P'ural Gnaden, der sich auchder folgenden Zusammensetzungen bemächtigt hat, statt d,eSinaulars gebraucht wird, sind, wenigstens in dem gemeinenSprachaebrauche, bereits allgemein und rechtskräftig gewor-den. Aus der R. A bey einem in großen cvnade» stehen,erhellet, das; es wirklich der Plural, und nicht etwa nur eineveraltete Declination des Singulars ist. Das G z» Anfange,ist das Präfixum Ge, weiches nachmahls, wie in mehecrnFalle» vor dem l, n, und r, fern e verloren hat, welches mauHui ohne Mißklang jetzt nicht wieder s-be». kau».