Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gnade.

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de für ihn, oder erwies ihm die Gnade, ihn per-sönlich zu besuchen. Um eine Gnade bitten. Sicheine Gnade ausbieren. Statt des Plurals brauchtMan hier lieber den Plural des Wortes Gnadenbe-zeigung. 1

Besonders so fern sich diese Neigung durch Erlas-fang oder Milderung der verdienten Strafe äußert,wo es am häufigsten ohne Artikel gebraucht wird.EinemMissethäter Gnade wiederfahren, ihm Gna-de angedeihen lassen, ihn begnadigen. Um Gnadebitten. Gnade erlangen, bekommen. Gnade fürRecht ergehen lassen. Es ist keine Gnade zu hof-fen. Es rst ihm alle Gnade abgesprochen worden.

c) Als ein Ehrentitel gewisser Personen, im Ab-stracto Ew. Gnaden, Se. Gnaden, Ihre Gna-den. Ehedem gab man diesen Titel den Kaisern, Kö-nigen und weltlichen Fürsten. Seitdem aber Maje-stät und Durchlaucht üblich geworden sind, bekommenihn die geistlichen Churfürsten, imgleichcn die gesurfte,ten Bischöfe und Aebte, wenn sie nicht gebohrne Für-sten sind, in manchen Fallen auch die neufürstlichen-Häuser, ferner die Reichsgrafen und alten Freyherren,Wir Beyfügung ihrer andern Unrerscheidungswürde..Ew. Lhui fürstliche, Hochfürstliche, Fürstliche,bischöfliche, Hochgrüfliche, FreyherrlicheGnaden. Ja, es verlangen diesen Titel alle geringe-re Edelleute von ihren Bedienten und Unterthanen,wie ihn dann adeliges, besonders verheurarheteö, Frau-enzimmer nicht nur von bürgerlichen, sondern selbstvon adeligen Personen bekommt. Stakt des Pluralsrst es im Oberdeutschen auch nur im Singular üblich.Vor Zeiten sehte man es vorn an das Ehrenwort, als:Gnadherr, Gnadjunker.

Die theologischen und biblischen Bedeutungen die-stö Wortes gehören nicht hieher.

Gnaden-