Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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240 Gnaden-Bier. Gnaden-Groschen.

Gnaden-Bier, in einigen Gegenden, dasjenige Bier,welches von den gewöhnlichen Abgaben an die -Obrig-keit befteyek ist.

Gnaden-Brief, eine Urkunde, worin ein Höherer ei-nem Geringern eine Gnade erweiset, ein PrivilegiMNu. s. f.

Gnaden-Brod, iin gem. Leben, der Unterhalt, wel-chen man jemanden aus Gnade, d. i. aus Barmher-zigkeit ertheilet. Das Gnadenbrod bey jemandenessen. Siehe auch Gnaden. Gehalt.

Gnaden-Brunnen, un gem. Leben einiger katholisch^Gegenden, eine jede mmeralische Quelle, ja oft aucheine Salzquelle, weil man sie als eine vorzügliche gött-liche Gnade ansieht.

Gnadeir-Gehalt, einGehRlt, welchen ein Höherer ei-nem Geringern aus Gnade, d. i. aus unverdienterNeigung ertheilet, besondere so fern er verdienten aberzum fernern Dienste, Altere oder Schwachheit halberuntüchtigen Personen bewilliget wird; das Gnaden-Geld, die Pension.

Ins besondere werden diejenigen Gelder dadurch be-zeichnet, welche von dem Landesherrn den reducirtenoder invaliden Officieren und Soldaten zu ihrem Unter-halte jährlich oder monathlich gereichet werden. S 11 *'gleichen heißen auch also die Besoldungen undfünfte, welche an etlichen Orden die Wittwen der Be-dienten deö Landesherr«, oder der Professoren, Geist'lichen, Schulbedienten rc. nach ihrem Tode zu genie-ßen haben. Siehe auch Gnaden - Jahr.

Gnaden-Geld, siehe den vorhergeh.Mlikel.

Gnaden-Groschen, i. Eine Schaumünze, weichtein Höherer einem Geringern als ein Zeichen fä neCGnade schenket; ein Gnadenpfcnnig.

2. Im Bergbaue einiger Gegenden, tffe:Freyberg, ein gewisses Geld, welches von demgemach-ten Silber iw Zehenten als eine Beysteuer an arme

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