Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gnaden, Kraut.

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Das ©fftcmelle oder gemeine Gnadenkraut,Wilder oder weißer Aurin, kleiner Berg-Gani-kel, Erdgalle, Gichtkraut, Grazede, -Hecken-Isopp, r^iesekraut, purgierkrauc, Ocatiola ok-^rinaüs, lloribus pcdunculatis, foliis Janceolatis fer-r atis Lirtn. Digitalis minima, Gratiola dicla MoriJ.& Touru. Gratiola centaurökks C. B. Gratia DeiCrfalp, Limiidium s. Cenrauroides Cordi. Fr. Gra-l iole, Herbe ä pauvre liomnie, petice Digitale. Mangilbet eS in der Lausch, in der Schweiß, in Portugall,m Frankreich, und in dem mittägigen Europa, an er-^as feuchten Orten wild. Die weiße, knotige, fast»t *3e und kriechende Wurzel, welche sich stark vermehrt,keeibt gerade, viereckige, kaum 1 Fuß hohe Stängel,Welche mit länglichen, eingekerbten, einander gegenüber gestellten, platt anliegenden Blättern beseht find.

dem Winkel derselben kommen lange Blumenstie-| e * Die Blumen sind klein, blaßgelb oder weiß, mitLaunen Linien bezeichnet, und inwendig mit Haaren8kstert, und kommen im Heumonath zum Vorschein.Diese Pflanze halt sich im Garten, im freyen Lande,^fordert aber einen feuchten Boden und eine schattige^Ie, und kann leicht durch die Wurzeln fortgepflanzetwerden, welche man im Herbste, wenn die StängelZu verwelken ansangen, theilet. Die ganze Pflanze ist^ßue merklichen Geruch, aber von einem äußerst Bit*p’ ri1 / ekelhaften und scharfen Geschmack, und das Vieh'Ußt sie unberührt. Sie gehört zu den starken Pur»vermitteln, und erregt öfters auch Brechen. Da esu»n an dergleichen, viel sicherern und bessern nicht feh>gj/.fo kann matt sie lieber ganz entbehren. Wenn dieglätter oder Wurzeln in Milch abgekocht werden, undgetrunken wird, ist ihre Wirkung gelinder.<>vu!dttc rühmt die Wurzel in der rothen Ruhr, undlbht ji; der Ipecacuanha an die Seite. Auch bey Pftr»^kn wirkt dieses Mittel sehr stark, und macht sie unge«Q 4 mein