Gnaden-Pfanllwerke. Gnaden. 249
Gnaden-pfannwerke, siehe Gnaden-Güter.
Gnaden-Pfennig, siehe Gnaden-Groschen i.
Gnaden-Sache, eine Sache, welche bloß die Gnadedes Landesherren betrifft, und nur von derselben er-wartet werden kann, z. B. Gnadengelder, Befrcyungvon Abgaben u. s. f. zu welchen in manchen Ländernein eigenes Collegium angeordnet ist.
Gnaden-Siegel, siehe unter Siegel.
Gnaden-Steuer, eine Beysteuer, welche von demLandesherr» aus bloßer Gnade bewilliget wird. Be-sonders im Bergbaue, diejenige Beysteuer, welche ar-wen Zechen aus der Zehentcasse gereichet wird, undwozu die Gnadengroschen (s. oben, S. 240, f.) ange-wendet werden.
Gnaden- Stoß, derjenige Stoß auf das Herz oder Ge-nick, welcher einem zum Rade verurtheilten Missethä-ter von dem Henker aus obrigkeitlicher Gnade gegebenwird, um seiner Qual dadurch desto eher ein Ende zuWachet«.
Auch das Söckchen mit Schießpulver, welches le-bendig zum Scheiterhaufen verurtheilten Verbrechernan den Nacken gehänget wird, pflegt aus eben dieserUrsache mit diesem Nahmen beleget zu werden.
Gnaden-Zeichen, ein jedes feyerliches sichtbares Zei-chen der Gnade eines Höhern gegen einen Geringern,vergleichen Gnadenketten, Gnadengroschen u. s. f.
JW.
' üf iabett, Gnade erweisen, gnädig erhalten. Im Hoch-deutschen ist es völlig veraltet, wo es nur noch im gem.^eben in den R. A. gehöret wird gnad uns Go«!Gott erbarine sich unser. Den Gott gnade, demGorr gnade, dem Gott gnädig seyn wolle, wennwan von einem Verstorbenen spricht. Für günstigschn, kommt eö bey den schwäbischen Dichtern häu-sig vor.
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Gnä-