Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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250 Gnädig. Gnatze.

Glrädig, (*) Gnade hegend, in der Gnade gegründet,in einigen Bedeutungen des Hauptwortes, i.geneigt, gewogen, in welcher Bedeutung es nur nochhin und wieder im Oberdeutschen üblich ist. 2.häufigsten von der Neigung eines Hähern gegen einenGeringern, und in dieftr Neigung gegründet. Einemgnädig seyn. Sich sehr gnädig gegen jemanden er-weisen. Einen gnädigen Herren haben. Gorc sefuns gnädig! Wo es zugleich als ein Ehrentitel in denschon bey dem Worte Gnade angezeigten Fällen ge«braucht wird. Gnädiger -Herr, gnädige Fra»/werden vornehme Adelige nicht nur von ihren Untertha-nen und Bedienten, sondern auch von andern bürger-lichen Personen, Gnädigster Herr, gnädigsteFrau, fürstliche und churfürstliche Personen, AÜMgnädigste aber kaiserliche und königliche Personen ge-nannt. 3. Besonders, so fern sich diese Neigung inErlassung oder Milderung der verdienten Strafe äußert»Um gnädige Strafe bitten, d. i. um gelinde Strafe,um Nachlaß, Milderung der Strafe. Ein gnädigesUrtheil. Wo es im g. L. oft figürlich für gelinde,sanft, überhaupt genommen wird. Er ist noch gan-gnädig davon gekommen, mit geringem Verluste,mit geringen Schmerzen u. s. f. Machen Sie es gnä-dig. Ein gnädiger Regen, ein gelinder, sanfter Regen«Gnaye, siehe Gnaye.

Gnaphdium, siehe Ruhrkraut. Sonnen-Goldbluttie«Gnaye, (die)oder Gnätze, ein im Hochdeutschen unge-wöhnliches Wort, die Krähe, und in weiterer Be-deutung einen jeden der Krätze ähnlichen nassen Aus*schlag zu bezeichnen. Das Gesetz von der Gnätze, 3 Most14,56. Im Nieders. ist Gnay, der Grind, dieKrätze, gnatzig, kräßig, grindig (**).

i.Gnerß,

Pey dem Vtkfried ginadig, ehedem auch nurgcnade, gnade,im Oderdeut,ehe» gnadselig. „

(**) Entweder »011 naß, netzen, weil dieser AuSschla-, mit salnss"Teuchtizkeiten »erb«ndm ist, oder ttaheschktnlich« vc» venr