Gneiß.
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Gneiß, (das) oder die Gneißc, in einigen Gegendenein Nahme des kleinen Schierlinges, der sonst auchGleiße genannt wird; vermuthlich aus einer sonstlaicht ungewöhnlichen Verwechselung des l und n;stehe Gleiße. Aus eben der Ursache bedeutet Gneist,Enist, im Oberdeutschen Loderasche, glühende Fun-ken, von gleißen, glänzen.
2 ' ©neig, (der) ein nur im Oberdeutschen für Krähe undGrind übliches Wort, welches mit Gnaye einerleyBedeutung und Ursprungchat, und auch Gnisch,<8nasch, R,reist, Geneis lautet, wo es in weitererBedeutung oft alles bezeichnet, was durch Reiben,Schaben u. s. f. von einer Sache abgehet. Säge-Genist, Sägespäne. Gleichfalls von dem Mieders'.Lnrden, und Oberd. gneißen, reiben, schaben.
Im Angels. tficnysan, cnyslan, zerstoßen, bey den Pcrga-wi-nkmachcrn kneussen, schabe», und im Oberd. neisen,wühlen.
Sneiß (der), im Bergbaue, eine Benennung einerfchieferigcn, sehr vermischten und überaus harten Stein-Art, welche von allen Farben angetroffen wird, mitSchlägel und Eisen fast nicht zu gewinnen ist, das Erzi>n Schmelzen sehr raubet, und sich schwer von dem-selben scheiden laßt. In dem sächsischen Erzgebirge,und vornehmlich in Freyberg, ist es eine Schieferart,Welche aus Qnarzkörnern, Glimmer und Steinmark be-steht. Der röche Gneiß, der in Ungarn Ginopel,(siüttspel) heißt, ist eisenhaltig, so wie der brauneund rothbraune. Die Bergleute sprechen und schrei-ven dieses Wort auchNeiß undRneiß, Rneus, aus.Bey den Jägern einiger Gegenden wird das kleine,Aieferjge, graue und weiße Gestein, von welchem derBoden aussieht, als wenn er gepflastert wäre, Gteiri--^natz genannt. Siehe Rrrauer.
Ge-
Nicdns. gniden, reiben, Gricch. so wie Rräye, von
kratzen abstammet. Siehe Dneifi unv Gniden.