252 Gneist. Gnemon-Baum.
Gemeiniglich besteht der Gneiß aus Quarz, Feldspath,Glimmer und einer fettigen Steinart, und enthält zufälligerWeise auch noch Schörlkrystalle. Es gehören hleher: Die >ax*Mills des Walle rius; der von Cronsted so genanntesteilstem und Murkstein: der von ihm beschriebene Wetzstein vongroben Theilen, und Schneidestein, der zu Mauern in Feuer-Herden gebraucht wird, Wie auch das Saxum metallifeiui»des Hro. v Born.
Die Farbe des Gacißes entsteht hauptsächlich von de«Glimmer und Thone, und er sieht daher gemeiniglich grau,grauschivstz, grün, auch gelbbraun aus; ja man findet Gneiß,* welcher die schönste Gold-und Silberfarbe an sich hat, wiej. E. der zu Gieren und Hrobsdorf im Fürstenlhum Iauer.Zuweilen hängen die Theile des Glimmers sehr leicht zusam-men, so daß die einzelnen Blätter desselben, die bald eine un-bestimmte, bald eine reguläre sechseckige oder andere Figur ha-ben, sehr leicht von einander zu trennen sind, und alsdrnn istder Glimmer grobblätterig. Zuweilen aber sind auch die GliM-merbiätter sehr klein, sie liegen dicht an einander, und komme»so häufig vor, daß man, dem ersten Ansehen nach, eine» sol-chen Gneiß für eine aus bloßem Glimmer bestehende Steinartha ten sollte, wenn man nicht auf dem Bruche die bald grö-ßer», bald kleinern Quarz - und Fcldspaih- Theile entdeckte.Ein solcher Gneiß ist oft schwer von einem Schiefer zu unter-scheiden.
Der Gneiß macht oft sehr große Striche von Hauptgebir-gen aus, und thun die Gänge in dergleichen Gebirgen sehr gut,setze» auch weit besser, als in andern Gebirgen, die metallischenErze in eine gewisse Teufe dauerhaft fort. D>e in solchen Ge-birgen befindliche» Gänge führen insgemein Silber, Kupfer,Bley, Spießglas, blendige und arseriikalische Erze, selten aberGold, und noch seltener Zina, niemahls aber Zmnober oderQuecksilber.
8? St.^ des neuen hamb. Maga;. Lpz. >775, 8- S- 400.
Beschäftig, der bei'l. GeseUsch nacurforsch. Freunde, ,Ba»o,Bert. 177-:, gr. 8 . S- ;;c>,;; 6 , f. ; Band, S- 44 5 '
464, 469.
Beobachtungen und Muthmaßungen über den Granit und überden Gneiß. Bert- 1779, gr- 8. 3 und ein halb. B.
Gneift, siehe Gneiß I.
Gnemon-Baum, Gnetum Gnemon Litin. ei» linnar-scheS Pflanzengeschlecht mit halbgetrennten Geschlech-tern und verwachsenen Staubfäden , welche keine