Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
267
JPEG-Download
 

Göpel. 267

**n Pfahl, den so genannten Runstgraben aber lasse man"lsi'e-in nach dieser Weile aus eine Ti-se von z Fuß, so, baß^au ihm aus bepdcn Seiten etwas Dsnlege grbl, auegrabc»,alles aber dergestalt, baß man auf der Seite nach dem Thaleiu, die viereckig ausgestochcnen Rastn aussetzen, und darausden ^umgegrabenen Grund weisen, aber auch zwischen zweyPfählen an denen Orren, wo eine Vertiefung ist, etwas zum^oerge hinein fahren läßt, damit der Graben die gehörige Tie«st und eine Brust bekomme. Erfordern es dabey die Umstämde, besonders klüftiges Gestein: so mauert man diese Grabena«s, und stampfet Lehm dahinter; da aber, wo man denGiaden über Höhlen ober andere Vertiefungen führen muß,leget man hölzerne Gerinne, oder führt, um die Unterhaltungrisez solchen Fluthers zu crspahren, das Wasser über gemau«erke Bogen, s, ,>ig. 1024, in steinernen Gerinnen b c fort.Diese Gerinne machet man aus Quadersteinen, und versteht sieUnten, und zu beyden Seiten zwischen ihnen und der Mauer,wik 1 F/,ß dicken Letten e ät'.

Der Letten wird zu diesem Behuf folgender Maßen bear-beitet. Man schlägt ihn in kleine Haufen, begießt ihn mitWasser, und arbeitet ihn mit einer Schippe 3, 4 und mehrMahl unter einander, schlägt ihn alsdenn in einen größer»Hansen, läßt auf ihn etliche Mann stehen, Arg. 1025, unddenselben an der einen Erike mit hölzernen Säbeln, Fig.1026 a) zusammen und durch einander hauen. So wie einTheil gut durch einauder gearbeitet ist, schlägt man wieder fri-schen Thon von dem mit Schippen durch einander gearbeitetena»f die Fläche, wo man arbeitet; und so fährt man stets wei-ter fort. Diesen gar gemachten Letten stampfet man mit Stö-| c f«, Lig 1026 b), unter dem Boden und den Seiten dessteinernen Gerinnes fest zusammen. Liegen die Aufschlagewas-str nicht in dem Thale, worin die Treibkunst erbauet wird,sondern in ein-'m andern: so muß man durch das Gebirge,

einem Thale zu dem andern, und zwar in dem kürzestenWege, einen Stollen treiben. . Man macht nähmlich einen Ca-Bsl J/ und führt das Wasser durch einen Graben in diesen Ca-"al, aus diesem aber durch einen andern solchen Graben aufdar Kchrrad.

Wird das Ausschlagewasser hon kleinen Bächen oder ge-aaster, Flüssen genommen, so leget man eine Schleuse, und°cy etwas größer« Bächen, und zwar an denen Orten, wowan keine Ueberfchwcmmung zu befürchren hat, einen kleinen

U-'ehr