Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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291
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Gold. 291

Stkabo erzählt, die Errtnenser und Chalcidenser ihrGlück schöpften, als sie noch selbige bewohnten. Eswar aber diese Insel auch an andern Früchten sehr reich.Von Deutschland sagt TacilUs, Lib. Xi, C. 5;Argentum & aurum propitii an irati Dii negauerint,subito, d. i, er wisse nicht, ob er sagen sollte, die gütigenoder die erzürnten Götter hätten den Deutschen diese Me-talle versagt. Daß aber der Schöpfer mit Nichten die-ses gethan habe, lehrt die heutige Erfahrung. Unserealten Vorfahren haben nur kein Gold gehabt, weil sie,wie Justin L. 2. von den Scythen sagt, dasselbe nicht,so wie die übrigen Völker, achteten. Diese alten Krie-ger hielten das Gold gar nicht für ihr höchstes Gut, wienur gar zu viele von ihren ausgearteten Nachkommenthun. Weder bearbeitetes noch gemünztes Gold standbey ihnen im Werthe. Sie achteten es, wie TacituSsagt, für nichts.

Weitiäuftiger handelt roa dieser Materie Blas. Capopbili

opjisculum de antiquis auri, aigenti, stanai, aris, terri,plumbique fodinis. \ienn. 1757, gr» 4.

Das Gold wird in zweyerley Arten in der Erde an-getroffen ; nähmlich, entweder mit andern Mineralien,wir denen es mineralisirt worden, vermischt, oder inseiner wahren Gestalt. 3 eneg / welches in den Erzar.ten, worin es sich befindet, unkenntlich ist, heißt ver-kt'Ztes, dieses hingegen, welches, ob eö sich gleichschmieden und hämmern läßt, noch sehr unrein ist, ge-legenes oder gewachsenes. Gold.

Das vererzre oder imneralistrte Gold, ist mitandern Mineralien umgeben, und darin dergestalt zer-theilt, daß sich dasselbe weder erkennen, noch. mit Kö-nigswasser auflösen läßt. Ein solches goldhaltiges Erz,ober ern Erz, welches einen beträchtlichen Theil Goldenthält, Wird Golderz,. S.Minera auri, gc. Mine u'or,

T 2 genannt.