Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
294
JPEG-Download
 

SiK-'iö.

294

Feldspathfthr zart eingewirkt, und sieht dem sächsischenarsenikalisichen Weißerz ganz ähnlich; es ist aber, wieman in der Feuerprobe sieht, gediegenes, eingewirktesSilber, welches von seinem reichen Goldgehalte einelichtgelbe Farbe hat. Unter den reichen blätterigen Er«zen kommt auch, wiewohl seltener, gediegenes weißesgoldhaltiges Silber vor. Eine andere reiche Bergartnennt der dortige Bergmann Ratcun-Erz. Es be-steht aus kleinen gediegenen silberreichen Goldkörnern,die mit einem schwarzen goldhaltigen Mulm, in einerthonigen Erde, liegen. Die übrigen Erze sind eben-falls blätterig, diese Blätter aber find nur hier und dazart eingesprengt. Einige derselben sehen ganz demschuppichten Spießglase ähnlich, und färben amger ab. Andere haben Blätter von Wasserbley inrem Gemenge, welches in geschlossenen Gefäßen un-verändert bleibt, unter der Muffel aber ein geringesGoldkorn zurück läßt. Mitten unter diesem Erze brichtoft strahlichkeS krystallinisches, und noch öfter schupppichtes, wie auch federarkiges graues Spießglas.Nicht selten findet man rothes, derbes und krystallini-sches Rauschgelb, und feinkörnigen Zinnober. Diereichste Gattung Golderz hält von 90 bis 340 LothSilber im Centner, und die Mark Silber gibt 200bis 2ic»Denari, d. i. 12 bis 13 Loch Gold; also sind2 Theile Gold und 1 Th. Silber. So klein man auchdie reichsten nagyagrr Erze zermalmet, so kann mandoch kein gediegenes Gold heraus sichern, auch keinStaubchen mit dem schärfsten Vergrößerungsglase ent-decken. Hr. D. Ccepoli, zuJdria, ist der erste gewe."fen, der dieses Erz mit einer mühsamen Sorgfalt imverschlossenen Feuer untersucht hat.

Die erste Anreize von biesemErze, hatHr.P. FridwalskY,in seiner Mineralogia magni principatus Trausfilv«ni«>Claudiop- 1767, 4. S. 85/ gethan. Man findet dieselbeauch, nebst einer ausführlichen Nachricht von diesem Golderz,ia Schrebere neuer Lameralschr. nTh. kpj. 1768, $ x ; 8 *

S-130"