Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
300
JPEG-Download
 

300

Gold.

ist auch in und bey Goldgängen bisweilen selbst sth*reich an Golde. Der in den ungarischen Bergwerkenbefindliche Zinnopel, welcher, seiner Harke und B?'schasienheit nach, dem Quarze sehr nahe kommt, abervon dunkelrother Farbe ist, hält öfters sehr viel Gold,oder gibt doch wenigstens eine gute Anzeige auf baldeinbrechende goldhaltige Erze. Uebrjgen'S ist das % et *halten der Goldgänge, in Ansehung der Stockwerke,der Flöhe und anderer dergleichen Abänderungen, ^dem Verhalten der Silbergänge völlig einerley; ^denn auch insgemein die Silbererze, an den meisteOrten, das größte Haufwerk der Anbräche auf solcheGängen ausmachen.

Schulze dcrgw/nnisch« Erfahrungen von denjenigen

welche Gold bauen, st. im 34- St-des neuen *iamb.

»76?, z. S 376 — 38 '.

Das Gold, welches mit fremdartigen Mineral«'en vermischt ist, und mit andern Steinen gebrochenwird, heißt Bruchgold. Es ist ästig, staubig, bist'tencht und körnig, und wird, vorzüglich im weißesQuarz und im Hornschiefer, oft in ganzenund Klumpen von unterschiedener Größe, (aber nichtin gewundenen dicken Drahten, woran die Sch^vorn Locheisen noch zu kennen ist, dergleichen ma"als ein ungarisches Naturwunder in dem wienerisch^Schatze zeigt,) gefunden. Dieses in ganzen Stächtgebrochene Gold, wird IunHferngold, Aurum ^ginenm, Fr. Or vierte, genannt, weil es derwaßchrein aus dem Schachte kommt, daß es gar keinerkern Reinigung bedmss.

Das gediegene Gold findet sich bisweilen ftr Massen/^außerordentlicher Größe. Reaumür berichtet, baß r«pariser Akademie ein Stück vorgeleget worden, «elchs?,?,Mark, oder 448 Unzen gewogen haben soll; und Feuilltrmeldet, daß er eins in dem Labinet des Port0rarer» Sfohen, welches über 66 Mark, oder 528 Unzen schwer geweleo-Die e beyde» Stücke wurden probiert, und von verschiede«'M'htir l» verfchiedek?« Theile» der Masse bksundro. Ente