326 Gold.
das zurück gebliebene auf eine der vorgedachten Artenwerter zu gute gemachet wird. Eine solche Anstalt, w»das Gold aus dem Flußsande oder auch auö der DamM'Erde gewaschen (geseifet) wird, wird eine Goldfeldoder Goldwäsche, und derjenige, der das Gold ausdem Sande oder der Erde auf diese Art waschet, einGoldwäschen, Goldgründen, Göldner, Seifen-Arbeiter oder Seifner, Fr. Arpailleur, genannt.
Das Goldseifen oder Goldwäschen geschieht sowohlin Ost-uud Westindien, als auch in Europa, und >N'sonderheit auch bey unö in Deutschland, da unter au«dem die Goldwaschereyen am Rheine bekannt sind.
Man findet das Gold in dem Rheine, von seinem Uk'sprunge aus den Alpen bis nach Dortrccht; gewaschen abckwird es insonderheit zwischen Basel und Bon», nähmlichChur, Mcycnseld, Eglisau, Scckingcn, Äugst ob Basel, Neue»'bürg, Setz, Worms, Maynz, Bacherach u«d Bonn. * Es satwtuest sich am meisten in gewisse Höhlen und Tiefen im Rhei»-bie daher Goldgründe, da gegoldet wird, genannt werde».Aas Recht, Waschgold aus dem Rhein zu sammle», ficht ve»Herren der User zu. Der Churfürst von der Pfalz übt es vo»Worms, bis nach Selz, aus. Die Orte, wo das Goldsammelt wird, find: Rochesheim, bey Petcrsau, der Grübe''stein, Germersheim, Mittelgrund, Psciftrsgrund, Unk« - undOber-Scherftr, Gensgrund, Mörder, MicheIfcld,Rindcrhekcn,Jostenwctth/Hagenbach, der Lemmrehock, Kragenwerd, MÜEHausen, Kindclsgrund, Dannhaustn, Dannhausergrün, Seitu. s. f. Die Arbeit ist gewissen Goldkesern verdungen, die beyihrem Eide Angehalten sind, zu Ende des Jahres dem Churs«*'sten alles Gold, welches sie gewaschen haben, einzuliefern, Egen Bezahlung eines gewissen Lohnes, welcher der Quantin»nach verschieden ist. Nicht alle Jahre sind gleich ergieß'nachdem der Rhein niedrig oder von dem Alpen-Schneewam»hoch angelaufen ist, steigt der Gewinst von ZOO Kronen bis amcjoo. Aus diesem Golde werden Ducaten geschlagen, aus Krcn einen Seite das von der Sonne erleuchtete Manheim, u»"die nächsten Rhcinuftr, an welchem einige Goldwäschcr ardchtea, zu sehen ist, mit der Ausschrist: LicUst^enr lilior»b.nen(so glänzen die User des Rheines), und der Unterschrift' süQimani conventionis (nach dem Ceuvekitionssuß), und
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