Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
330
JPEG-Download
 

OJ

Gold.

30

befindet, das Tuch zu reinigen, welches geschieht, iN'deni man dasselbe von der Tafel nimmt, und in einemEimer oder andern Gefäße mit Wasser abwäscht. Die»ser abgesonderte Goldsand wird weiter auf die Art ge-reiniget, daß man einen Theil desselben nach dem amLern in einen, 6 Schuh hohen, Trog oder Schiffchen,das aus einem Stücke Holz gehauen ist, schüttet, undin fließendem Wasser so lange schüttelt, unl^solcherge«stakt wäscht, bis der weiße Sand von dem schwarzen,welcher zurück bleibt, abgespühlt ist. Alödenn läßtman den erhaltenen Sand trocknen, und zieht das Golddurch Hülfe des Quecksilbers heraus. Man gießtnähmlich dasselbe hinzu, arbeitet ihn alödenn mit denHänden unter einander, als wenn man einen Teig kne«ten wollte; oder, man thut ihn in eine eiserne Müh-le, die wie eine Pfeffer- oder Senfmühle gebildet ist.Hat sich nun das Quecksilber mit dem Golde vereinigt,so wird der Sand nebst dem Quecksilber wieder in daserwähnte Schiffchen gethan, und aufs neue so langegewaschen, bis aller Sand abgespühlt, und nichts alsdas Quecksilber, welches das Gold in sich enthalt, üb«rig ist. Darauf schüttet man das Quecksilber in einenfeinen ledernen oder tuchenen Beutel, und presset dre-ien so stark, bis das Quecksilber durch das Leder oderTuch dringt, welches in einer darunter gestellten Schul'

, sel aufgefangen und zum fernern Gebrauche verwahr-twird; das Gold aber bleibt im Beutel zurück. Weilsich aber das Quecksilber nicht völlig durch den Beuteldrücken laßt, so thut man das zurück gebliebene in ei-nen Tiegel, und laßt das Quecksilber davon «brauchen;was übrig bleibt, ist reines Gold. Da es aber nichtzusammen hangt, so wird es aufs neue in einen andernTiegel gethan, mit Borax versetzt, und so lange aufdas Feuer gestellt, bis es fließt; und alsdenn wird eSin eine Form gegossen, wie aus dem Folgenden weiterzu ersehen ist.

Ja