Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gold. 331

. In Slawonicn und Siebenbürgen, ist das Goldwäschenkme Beschäftigung der Zigeuner. Diejcuigen, weiche diese Ar>beik verrichten, werden uns qls die Besten aus diesem Voilebeschrieben. Sie haben mit andern aus demselben keinen Um«Mag, und wollen daher auch nicht Zigeuner heißen, sondernMnnen sich Bräschen, und ini Ungarischen Araenyaz oderGvldwäschcr. Ob sie gleich bey ihrer schweren und wenig ein-^»glichen Arbeit sehr arm sind, so betteln sie doch selten,' undstehlen noch seltener. Wenn sie sich nicht mit ihrer gewöhnli-chen Achxjt beschäftigen können, so machen sie hölzerne Tröge,Asseln und Schaufeln. In Siebenbürgen führen alle Flüsse,lche Bäche, selbst das aus Regengüssen entstandene Gewässer,JSolö mit sich. Unter diesen ist der Aranyosch der edelste.Die Goldwäschcr, Wallachen und Zigeüner kennen die Gegen-ven, wo sie mit Vortheil waschen können, genau. Sie schö-bst" nicht allein den Sand aus dem Ftuffe überhaupt, sonderngraben auch müßige Gruben in das Ufer, wo das Bett deSÄnsses seicht wird. Der sich in dieselben sammelnde Schlammlsi fthr goldhaltig. Das Hauptwerkzeug, dessen sie sich beySammlung der Körner bedienen, ist ein Brek von Lindenholze,a bis 3 Fuß breit und 4 bis ? lang, welches an bcydcn Saitenrine erhabene hölzerne Einfassung und oben eincschüsscisörmigeVertie/ung hat. In dasselbe sind 20 oder mehrere quer überdas Bret lausende Vertiefungen und Einschnitte gemacht. Die-ses Bret stellen sie schräg, so, daß es einen Winkel von 4;Grad macht. (Andere sagen 18 bis 20; vermuthlich ist dierage bey allen Wäschen nicht gleich.) Der goldhaltige Sandlvii d aus die obere Vertiefung geschüttet, und alsdenn Wasserdarüber gegossen. So wie er auf dem Brcte herunter gcspüh-«t wird, bleiben die Goldkörncheu in den Verticsangeu liegen.Dieses wird so oft wicderhvhlt, bis der Wäscher überzeugt zustyn glaubt, daß sich kein Gold mehr in dem Sande befinde,^'kiige Schriftsteller behaupten, daß dieser Handgriff, so sim-VU er auch ,» seyn scheint, dennoch »«gemein genaue Wirkungryue, und daß sie den Sand nachher untersucht, und gefundenva» errioch selten goldhaltig sey. Andere hingegen sagen, daß«'chi allein viel reine Goldkörner, sondern auch alles goldhaltü»e Erz, welches sich zwischen dem Sande befindet, verloren ge«}£ 8, Bryder Erfahrung kaun vielleicht wahr seyn, darnach'/.^kwcder an geschickte oder ungeschickte Wäscher gerathenDiele brauchen auch, zu Erhaltung der feinsten Körner,m 'öret obiger Art, über welches ein grobes wolldnes Tuch

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