Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
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336 Gold.

und also im Guß, da das Gold entweder mit Spieß'Glase, (welches das gebräuchlichste ist,) oder mitSchwefel, oder auch mit gemischten Pulvern, geschmcl»zet, und solchergestalt aus den damit vermischten Ms'tallen niedergeschlagen wird. Derjenige, der dieseReinigungen und Läuterungen des Goldes von demSilber und andern geringen Metallen verrichtet, wirdein Goldfcheider genannt. Ueber alle diese Verricht'ungen kann mich in keine umständliche Erklärung ei»'lassen, sondern ich werde bloß eine kurzgefaßte Erörtec-ung hinzu fügen.

Die erste Art der Läuterung und Reinigung desGoldes von unedlen Metallen, geschieht d-'cch dasAbtreiben mir Bley in dem Teste oder Treibe-Napfe. Der Test ist eine große Are von Capclle oderAschennapf, welche aus einerley Materialien mir denkleinern Capellen verfertigt wird. Man laße den Test,welcher zu diesem Behuf am besten aus Knochcnaschkgemacht wird, zu mehrerer Sicherheit, in der Formoder dem Futter, worin er verfertigt worden, stehen.Der Proceß des Abtreibens auf dem Teste wird ost-mahls auf eben die Art, wie der Proceß des Abtre«'bens auf der Capelle, vorgenommen. Allein,große Quantitäten unedler Metalle von einem wenigenGolde abzubringen sind, so nimmt man seine Zufluchtzu einer weit bequemern Methode, nähmlich dem Ab'treiben in dem Teste vor dem Blasebalge. Manschteinen länglich runden Test in eine auf einem Herdevonbequemer Höhe gemachte Höhle, und drückt etwas amgefeuchteten Sand oder Asche rings herum fest a«/ ^mit er unbeweglich stehe. Die Röhre von einem 23^'sebalge wird längst der Oberfläche des Testes gerichtetso daß, wenn Asche in die Höhle des Testes gespritztwürde, der Blasebalg dieselbe völlig wieder herausblasen könne. Einige befestigen ein Eisenblech vo*den; Blasebalg, um das Gebläse niederwärts zu ricy’