Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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343
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Gold. 343

schmolzen und alsdenn in kaltes Wasser gegossen wird.Einige legen eine Anzahl Reiser, oder einen naßgs»wachten Besen von Ruthen, über das Wasser, umdadurch das flüssige Metall in dünnere Ströhme zuUrtheilen. Cramer bedient sich hierzu einer walzen»sörmigen Maschine, die mit Reisholz umwickelt, undüber ein mit Wasser angefülltes Gesäß dergestalt gelegt% daß ihr unterer Theil im Wasser eingetaucht ist;indem nun diese herum gedrehet wird, gießt man dasin körnende Metall darauf. Das Körnen kann ohnedergleichen Künstelet) auf eine vollkommen gute Artverrichtet werden, wenn man das Wasser hurtig um*rührt, so, daß es in eine schnelle Kreisbewegung ge-setzt werde, und auf der einen Seite das Metall hineingießt.

Das gekörnte Metall wird, nebst einer geziemen-den Quantität Scheidcwasser, in gläserne Scheidekol-ben gethan, welche gemeiniglich ungefähr t 2 Zoll hoch,Unken 7 Zoll weit sind, und spitzig in die Höhe gehen.Man'setzt verschiedene dergleichen Gefäße längst aufeinem eisernen Gitter oder Roste hin, den man mitSand, ungefähr 2 Zoll hoch, bedecket. Unter dieSaudcapelle macht man ein gelindes Feuer, welcheswan, den Umständen nach, nachdem man sieht, daßdie Auflösung langsam- oder geschwinde von statten8eht, verstärkt oder vermindert. Wenn der Auflös-ungssaft zu wirken aufgehört hat, welches man daranf^kennt, wenn er klar wird, und keine Luftblasen mehrw demselben in die Höhe kommen, wird die Solutionabgegossen; und wofern man bey dem Umrühren derzurückbleibenden Materie noch einige Körner darinwahrnehmen sollte, wird noch etwas Scheidewasser zu-Zkgossei,, um das Silber vollends heraus zu bringen.Einige bedienen sich eines glatten hölzernen Stabeszum Umrühren, und bringen dasjenige, was sich et-wa»m von dem aufgelöseten Silber in das Gold hineinY 4 zieht,