Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gold. 357

bt" sich in kurzer Zeit. Im i Iahrg. der neuesten Man«"igfaltigk. S-78?/ wird eine Geschichte erzählt/ da einEchwrjnhändler, welcher in einer großen Stadt für etlichehundert Thaler magere Schweine an einen Backer verkauft/Und seine bare Louis d'or erhalten, sie in seine Katze gethan,Und, wir gewöhnlich, um den Leib gelegt hatte, darauf noch eint-ge 20 Meilen gcreisrt, ehe er nach Hause gekommen, bey Er«Mnung der Katze alle seine Louis d'or, der Farbe nach in Sil-"lrgeld verwandelt gefunden, es für Zanberey gehalten, unduk alle dem Bäcker wieder zurück geschickt, welcher es eben sowenig begreifen konnte, ob er gleich sein« Louis d'or am GeprägeAb andern Merkmahlen erkannte; bis endlich ein erfahrnerMann sich eine Kohlpfanne geben ließ, die Louis d'or in einem^cssel aussetzte und ziemlich stark erhitzte, worauf sie, nachdemoas Quecksilber abgedampft halte, ihre natürliche Goldsorbewieder bekamen. Der Handelsmann hatte sich auf seinen Net-wn mir einer Mercurialsalbe gegen das Ungeziefer verwahrt.Das Quecksilber hatte sich durch die Wärme und durch desschweiß des LetbeS aufgelöset, «ud in die Goldmünze gezogen.

2 ) Die Goldarbeiter oder Goldschmiede, wo«von unten ein eigener Artikel folgt, verfertigen auSGold theils allerley Zierrachen, Geschmeide und Gerü-che, ha denn, nachdem solches geschehen ist, das GoldNunmehr gearbeitetes Gold, §. Autum elaboratum,peißt; checke aber vergolden sie auch damit verschiedeneGeschirre und andere Zierrachen.

Die Kunst des VergoldenS selbst, wie sie nicht nurvon den Gold - und andern Metallarbeiter» auf Me«^le, sondern auch von andern Künstlern auf verschie«^ue andere Sachen geschieht, werde weiter unten be«schreiben.

Sowohl die aus Golde, als auch aus vergoldetem^ckber gemachte Arbeit, wird hieraufvon den Goldar-i fj£ erw entweder so, wie sie aus dem Feuer kommt, ge«Hiw, ohne dem Golde die geringste Politur zu geben;rr er f‘ e wird nur schlecht poliert, welches bey ihnen^>old abmatten, Fr. maricr, und das also abge-wttete Gold, mattes Gold, Fr. Or mac, heißt;

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