Z62 Gold.
Silber in aller Stille. Die unmerklich kleinen Theil'chen, in welche das Gold bey seiner Auflösung in deinQuecksilber zertheilet wird, bleiben getrennt, nachdewdas Quecksilber davon geflogen ist, wofern nur eine gt'hörige Sorgfalt bey der Regierung deö Feuers, undin Ansehung des Umrührens der Materie, gegen daSEnde des Processes beobachtet wird, damit man es >ngleicher Hitze erhalte, und das in einander laufen der'selben in Klumpen verhüte. Durch dergleichen Ver'fahren kann man ein Gotdpulver erhalten, welchediel feiner ist, als dasjenige, welches man durch dasReiben der Goldblättcr zubereitet, und welches auchzüden Mahlerarbeiten den Vorzug hat, daß es sich besserpolieren läßt.
Von einigen bey Bereitung des Gold-Amalgamazu verbessernden Verfahrungsarten, und dem Gebrau-che desselben zum Vergolden der Metalle im Feuer,wird unten gehandelt werden.
Aue dem Golde entsteht entweder durch das 9 W'verschlagen auö dem Königswasser, oder durch CemeU'tieren mit Feüer, oder durch das Amakgamiren >u«tQuecksilber und darauf geschehenes Abrauchen be6Quecksilbers, allerley Kalk, Goldkalk oder calciiii^tes Gold, Lslxauri.
Die Auflösung des Goldes in Königswasser hat,wenn sie anders gesättigt ist, eine hochgelbe Färbt,und läßt sich mit vielem Wasser verdünnen, ohne trübtzu werden. Gießt man ein Laugensalz oder Kalkwas'fer darein, so fällt ein schmutzig gelber, gießt manh«"'gegen eine frische und gesättigte Auflösung des Zinnesin Königswasser darein, so fallt ein schöner dunkelpu^purrother Kalk zu Boden. Ueber diesen Mineral«'scheu Purpur, der dem Glase, wenn es damit ge-schmolzen wird, eine Purpurfarbe mittheilt, hat >v r *Pros. Erleben, im I B. seiner physikalisch -chen"^schert Abhandl. Lpz. 1776, 8« S. 280 — 303, wich'
tijss