Gold. 377
Heben wird, seyn, laßt sich vielleicht noch bezweifeln.Denn, ungeachtet sich lauteres Gold leichter schaben oderbiegen läßt, als ein legiertes, so befindet sich doch, daßErsetztes Gold sich weit mehr, als lauteres, durch dasr-°gm-b»üh-.
Es gibt Fälle, in welchen eine Beymischung vonZusah von unumgänglicher Nothwendigkeit befunden^rd, als insonderheit in Goldblechen, welche mit^chmelzwerk ausgezieret werden sollen. Wenn dieBleche aus lauterm Golde bestehen, biegen sie sich,u»ld verändern ihre Gestalt, in der die Email zumschmelzen zn bringen erforderlichen Hitze. DieKünstler finden, daß die bey Münzen zugelassene O.uan«kität des Zusatzes, dieser Ungemachlichkeit vorbeuge,und daß eine größere Quantität mc^t genommen wer.$*«* dürfe, weil es sonst verursachet, daß das Goldschmilzt.
Silber und Kupfer sind die einzig und allein ge«lchickten Metalle, als ein Zusatz des Goldes gebrau»chet zu werden, indem alle übrige dessen Schönheit^erringern, und die Geschmeidigkeit desselben sehr ver.gerben oder zerstören. Vielleicht sind dieses auch die^yden Metalle, welche am öftersten von Natur mitDemselben in den Erzgruben vermischt sind, daß sol-chergestalt die Mühe und Kosten der Läuterung dessol«ueu dadurch ungemein vermindert werden. Damit«uan nun aber mit selbst gewachsenem, auögeschmolze», em, unverarbeitetem oder verarbeitetem Golde nichtlj ch^en werde, sondern wissen könne: i) ob es wirk«^ch,^bld sey, oder nicht; ungleichen 2) wie dessenden St beschaffen sey, ob es nähmlich von allen frem-Q ^ 'cheymischungen rein sey, oder ob es einen Zusatz. uni> 3 ) wie viel ihm vom Silber oder Kupfer^.chAbchischt sey: so ist es nöthig, die Grade der Rei.»reit des Goldes zu bestimmen, und zu zeigen, auf
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