Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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391
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Gold. 391

^sondern Orte, zwey gleich starke und gleichförmigestriche neben einander, überzieht solche, vermittelstd'nes FederchenS, mit ein Par Tropfen recht starken,^vhl untersuchten und gefällten Scheidewasser, undNachdem solches einige Minuten darauf gestanden hat,mit Baumwolle subtil abgewischet worden, wirdsich beurtheilen lassen, ob ein betriegerischer Zusatz um^r dem Golde ist. Ist eö gar kein Gold, so wird derAnze Strich weggefressen seyn, der von der Probier»^adel aber wird wenig Veränderung erlitten haben,■oft nur ein geringer Theil Gold darunter, und viel^kNiger, als der Strich zeigt: so wird das Aold nurzerstreuet auf dem Striche zu sehen seyn. Ueber«müssen beyde Striche, so wohl der von dem zuprobierenden Golde, als der mit der Nadel, nach der^robe mit dem Scheidewasser vollkommen einerley An»sthen behalten, und allenthalben gleich stark ausgefref»M seyn. Ist dieses nicht, zeigt sich der Strich des zuErlaufenden Goldes mehr ausgefressen, oder unschein»'ohne goldiges Ansehen: so ist das Gold billig ber-echtig. Allein, wenn beyde Striche völlig gleich blei»»on, und der Künstler alle Vorsicht angewendet, sichkeines alten , lange Zeit gestandenen und inatt gewor-oittn Scheidewassers bedient, seinen Probierstein vorschmutz und Fettigkeit bewahrt, und nichts fettes anFingern gehabt hat, als welches die Wirkung des^cheidewassers fast gänzlich verhindert: so ist diese^obe so zuverläßig, als irgend eine andere Probe desoldes seyn kann.

. Die verschiedenen Mischungöarten des Goldes,d der Gehalt desselben lassen sich auch durch das Ab-äsen desselben im Wasser erforschen. Im z Th.finV tCÜen gesellschaftl. Erzählungen, S. 217, fgg.L?« m^tan Tabellen, vermittelst deren man den Gehaltt Boldes bis auf den hundertsten Theil eines Kara-' «ach jeder Karatierung, angeben kann, welcherB b 4 sich.