Gold. 425
wohl über die Stellen der Glanz - als matten Vergold-ung fahrt, die reparierten Stellen aber nur mit einemleuchten, weichen Borstpinsel überstreicht. Es müssengar keine Körner oder Pinselhaare auf dem Kreide-drunde bleiben,
Wenn alles trocken ist, erfolgt neuntens dasschachteln, da man nähmlich alle glatte Stellen mitSchachtelhalm abreibet, ohne jedoch den werßen Grundabzureiben oder zu verderben.
Nunmehr wird achtens, der gelbe Anstrich gege-£ c ». In i Nößel weißen, reinen, und wie Krystallhellen Pergamentleim, welcher halb so stark als derLeim zum Kreihegrunde seyn muß, schüttet man 4 Lothgelben Ocher, Der Ocher wird mit Wasser sehr feinAbgerieben, in den warmen Leim eingerührt, und ru-hig hingestellt. Wenn sich das Gelb zu Boden gesetzthat, gießt man das Dünne oben ab, und filtrirt esburch ein feines Nesseltuch, oder ein seidenes Sieb: sohat man eine gelhe Tinte, Diese wird mit einem wei-chen Borstpinsel sehr warm aufgetragen, und dadurchher ganzen Arbeit ein gelbes Ansehen gegeben, Manwuß aber nicht zu stark und langsam aufstreichen, sonstwürde sich der weiße Kreidegrund auflösen, alle feine3 ügr vom reparieren würden vergehen, und die ganzeArbeit dadurch verdorben werden« Diese gelbe Tintehient nicht nur die Vertiefungen auszufüllen, wo das^vld zuweilen nicht hingebracht werden kann, sondernouch gleichsam statt einer Beitze, worauf sich hernach sowohl das Poliment, als das Gold, desto fester auflegt.
Das abermahlige Schachteln und Reinigen ist?w neunte Arbeit« Wenn der gelbe Anstrich trockenÜ-, überreibek man hie ganze Arbeit noch einmahl mitSchachtelhalm, aber nur leicht, um alle noch «wanndarauf befindliche Körner und Pinselhaare wegzubrin-gen, und der Oberfläche auch die geringste Ungleichheitr» benehmen.
Als.
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