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Gold.
Alsdenn folgt io) das Auftragen des polimeitts.Man nimmt schönen, reinen und siltrirten dünnengainentleiin, darin sich nicht der geringste fremde Zujaßbefindet, wärmt solchen ein wenig, und rührt das ty 0 ’liment, nach der oben davsn ^gegebenen Vorfchrifsidarin ein. Dieses trägt man so wohl auf die Stellen,welche Glanz - als matte Vergoldung bekommen, dreyMahl hinter einander auf, doch so, daß nichts davonin den Kreidegrund eindringe. Bey dieser Arbeit be'dient man sich eines besonders dazu gemachten sehr las*gen, dünnen und. weichen Borstpinsels.
Der Vergolder trägt das Pvliment aus einer doppelten Mfache über den Kreidegrund auf. Es befördert den Glanz dnEolddlatter, und verschaffet der Vergoldung zugleich eine» FP/bengruud. Daher wählt der Vergolder unter den GoldbMlern gemeiniglich ein rothes, und unter den Silberblättern ei"weißes Pvliment. Der geringste Fehler der Vergoldung ivürdtohne einen gefärbten Grund in die Augen fallen. .
In Berlin brauchen einige Vergolder riu Pvliment, W*'chcs sie kalt, andere aber ein solches, welches sie warm austr^gen. Ein poliment, welches kalt aufgetragen wird, stylder Künstler z. B. aus £ Pfund rochen Bolus, £ Loch tveißAWachs, und \ Loth venetianischer Seife zusammen. Er »M“unter andern Farben den rothen Bölus vorzüglich beswege»'weil er die Eigenschaft hat, daß er die Goldblätter beym Ä»>'tragen an fid) zieht. Die gedachten Bestandtheile des Dom»
werken avsängiich mit Master auf einem Rerbesieine gcr>cbes,unv zuletzt mit dem Meißen von 3 Ey:,n, wom man noch ■was Kornbranntwein hinzu gießt. Das Eyweiß ist zu dieMGebrauche am geschicktesten, wenn es bereits so lange gestände"hat, daß es in die Fäulniß übergegangen ist. Endlich erwärmtder Vergolder die ganze Masse in einem metallenen Gefäß/reiot sie zuletzt erwärmt auf einem Reibesicine so sei» wie mögsich. Er sitzt diese Arbeit so lange fort, bis er keine Kö>"^mehr bemerkt, wenn er dieses Pvliment zwischen den Ftt>Eoder wohl gar zwischen den Zähnen nimmt. Dieses Posin^!»wird in einem Glase zum Gebrauch aufgehoben, im erforber^chen Falle mit Wasser etwas flüssig gemacht, und mit einemseinen Haarpinsel ekwann zwey Mahl aus den Kreidegrund amgetragen. Ein posimem, welches man warm auftrage"
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