Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
428
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428 Gold.

Stiel nie hinderlich, wenn man ein Goldblatt mit demPinsel aufträgt. An dem entgegen geseßten Ende istan dem Stiele ein gewöhnlicher Haarpinsel befestig'Der Vergolder reibt den breiten Anschießpinsel an sti'ner Stirn, und macht ihn hierdurch kleberig (*). M""legt das Goldblatt damit sacht auf die zu vergoldend^Sache, und haucht ein wenig darüber, um es best»besser auszubreiten. Mit dem am andern Ende befind'lichen Haarpinsel wird das aufgelegte Goldblatt anFarbengrund angestauchek.

Das Goldküssen ist ein länglich viereckiges StückHolz, worauf man 2 oder z Streifen Baumwolle, 5Finger hoch, legt, und ein gar gemachtes in Milch gt'weichtes Kalbfell, dergleichen die Gärber bloß zum Ot'brauche der Vergolder verfertigen, darüber ausbreitet-Wenn diese Haut ausgebreitet ist, macht man an de"4 Seiten einen Rand von Pergament, um das Go^darauf zu behalten.

Der Bilboquer ist ein unten mit Leder und feinesScharlach überzogenes, oben aber rundes Hölzche"'Man haucht darauf, und nimmt damit die Goldstreife"auf, die man durch ein dazu bestimmtes Messer nisteiner breiten dünnen Klinge abschneidet. Man vergo>'det damit die geraden Stellen, wo das Gold nicht übet'stehen soll. Die Arbeit wird auf diese Art viel saube'rer und accurater, als mit dem Anschießpinsel.

Man nimmt also von den besten Goldblättern, bievon gleicher Farbe, nicht löcherig sind, und buchweistverkauft werden, breitet hiervon ein Buch auf de>"Küssen aus, und feuchtet die zu vergoldende Stellt,

nach

CJ In Frankreich streicht man den Anschießvmfel, eh« b» „Blätter damit ausgenommen werden, gelinde auf dem en .Back- n, worauf man bey der Arbeit allezeit etwas Ha »w LFclt bat. welches durch die natürliche Wärme desselben wrerhalten wird, und machet, daß das Gold sich a» demwenig damit beschmicrten Anschießrinft! anhält-