Gold. 429
nach Proportion ihrer Größe, mit Pinseln von der«schiedener Größe an. Zum Anfeuchten nimmt manKornbranntwein, der den Farbengrund wieder kleberigVtacht, oder auch nur Wasser, welches aber klar, reinund vornehmlich sehr frisch seyn muß. Im Sommerman deswegen Eiö hinein, oder nimmt alle halbestunden frisches, und streicht solches nach und nachauf, wie man das Gold auftragt. Die Vertiefungenwerden allemahl eher, als die obersten hervorragendenStellen, vergoldet. Wenn das Blatt aufgelegt ist,Reicht man etwas Wasser auf die Hinterfeite, nimmtsich ober in Acht, daß nichts auf die Oberfläche kom-Ktt, weil sonst die Vergoldung, zumahl wo Glanzver»Zoldung hinkommt, fleckig wird. Vermöge diesesWassers breitet sich daö Blatt besser aus. Manhaucht alsdenn das mit dem Anfchießpinfel aufgelegteBlatt an, staucht es mit dem Haarpinsel fest, undUinum Mit diesem Pinsel zugleich das sich etwann sam-melnde Wasser weg, damit das Polimenr und derKret-begründ nicht losweiche.
Hierauf folgt 1 3) das polieren. Der polier-^tem, oder Polierzahn, Fr. pierre ä brunir, dessenWan sich hierzu bedient, ist von Blutstein, von har-tem Kieselstein oder Achat, den man aufeinem SchleiftSteine glatt schleifet, ihm die Form eines Wolfszah-Ues gibt, und hernach in einem messingenen Ring mittinem hölzernen Stiel faßt. Auf denen Stellen, wel-che glanzvergoldet werden sollen, und zu dem Ende da-iu vorbereitet sind, läßt man das Goldblart etwas, aber^cht völlig, antrocknen, weil sie sonst keinen so gutenSlanz annehmen. Doch muß vorher das Gold an denUehförmigen Stellen recht angedrückt werden, damitts sich nicht hebe und Beulen mache. Man überfahrthierauf alles noch einmahl mit einem langhaarigen mei»chen Pinsel, um den Staub, der etwann darauf ge«fallen seyn könnte, wegzunehmen. Alsdenn fährt man