Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gold. 431

die Helle, Fr. Verweil, genanntwird. Man nimmt:Drlean, 2 Unzen; Gummigutt und präparirten Zin."ober, von jedem 1 Unze; Drachenblut, 4 Unze; ge«dörrte Weinhefen oder Pottasche, 2 Unzen, und 18Gran des besten SaffranS, laßt es zusammen bey ei-nem gelinden Feuer in i Quart Wasser kochen, unddir 14 Nößrl einsieden, und filtrirc es hernach durchSeide oder Nesseltuch. So oft man es gebrauchenwill, mischt nran 4 Nößel Gummiwasser darunter (in»dem man 4 Pfund arabisch Gummi in 1 Quart WasserErläßt). In diesen Liquor nun tunkt »ran einen fei-gen Pmsel, und überstreicht damit alle viereckige Fel-der ; doch muß es nicht zu naß gemacht werden, weilsonst die Vergoldung schwarze Flecken bekommt. ManMuß sauber und leicht überstreichen, und den PinselZleichsam/ nur sanft darüber weggleiten lassen. Hier»durch bekommt die Arbeit einen schönen, feurigen undglänzenden Schein, so daß es aussieht, als wäre sieim Feuer vergoldet. 2

' Endlich überstreicht man mit der obigen Matte dieWatte Vergoldung zum andern Mahl; und zwar mußder Leim wärmer seyn, als das erste Mahl. Diesesbefestiget die Vergoldung, und ist zugleich das Letzte,was man bey dieser Art der Vergoldung zu thun hat.

Nachdem ich nun alle bey dieser Vergoldung zu be-obachtende Kleinigkeiten aufs genaueste angezeigt habe,wird wohl niemand in Abrede seyn, daß die Wasser.Vergoldung sehr viel Fleiß, unverdrossene Achtsamkeit,^ud zugleich viel Zeit erfordert, weil zwischen jeder Ar-beit ziemlich lange gewartet werden muß.

Es gibt auch eine Vergoldung mit Golde vonverschiedenen Farben. Da man dem Golde eineberschiedene Farbe geben kann, so lassen sich dadurch«^Vergoldung auch verschiedene Nüanzen mittheilen.Alle Vorbereitungsarbeiten sind dabey mit den vorigenomerley, bis zur achten Arbeit. Man verändert aber

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