Gold. 433
Golde desto mehr Widerschein zu geben, oder es destoMesser zu heben. Zuerst wird der weiße Grund beydenLambris, Gesimsen, Verzierungen, und überhauptollenthalben, wo angestrichen und vergoldet werden soll,besorget. Wenn man den Grund aufgetragen hat,welcher zur Vergoldung und zur Mahlerey' derselbe ist.Muß nran zuvor vergolden, ehe die Hintergründe ange-strichen werden. Finge man mitAnstreichungderHin-Ergründe an, so würden sie von dem etwann bey derVergoldung darauf spritzenden Wasser schmutzig wer-den; oder eS könnte leicht etwas von dem Firniß aufKreidengrund fallen, und ihn verderben. Wenndie zu vergoldenden Partien vergoldet sind, streicht manden Hintergrund mit der gewählten Farbe an, und ver-^eibt oder verstärkt sie gegen die Vergoldung mit klei-nen Pinseln, nimmt sich aber dabey in Acht, daß keineFarbe auf die Vergoldung falle, wodurch man sie un-scheinbar machen wurde. Nahe an der VergoldungReicht man die Farbe mit feinen Pinseln sauber hin,daß die Farbe das Gold rein abschneidet, und an keinerstelle weiter in den Anstrich hinein geht.
Wenn eine Arbeit geschwinde fertig werden soll,vder wenn man in das sehr schöne feine Schnitzwerkdeinen Kreidengrund bringen will: so streicht maniMey Mahl nach einander einen weißen lichten Leim-Grund auf, reinigt den Grund hernach von den dar-auf befindlichen Körnchen, und glättet ihn nur leichtMeg. Alsdenn gibt man den gelben Anstrich, trägtme Goldblätter auf, und überstreicht die Arbeit zweyMahl mit Leim, um ihr die Matte zu geben'. Man®eateifr leicht, daß diese Vergoldung nie so schön undkann, als diejenige, die ich oben gelehrt habe,
weil
«lern, zumahl wo man schlaft, verdirbt es bald, weil sich dieLeibeöausdunstungkn und andere Dünste an das Weiß legen,und es schwarz machen.
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