Gold. 435
tote bey der ersten Arbeit der Glanzvergoldung. ^ 2)Man calciniret Röthel sehr stark, bis er seine Harteverloren hat; ferner calciniret tnan auch BleyweißUnd Talk. Jedes wird sehr fein mit reinem Wasserabgerieben, hernach mischt man eö unter einander, undreibt es von neuem mit Wasser ab. 3) Wenn dieseMaterialien hinlänglich abgerieben sind, rührt man sietoic sehr heißem und starken Leim an; und zwar mußder Leim stärker seyn, als bey dem Kreidengrund derobigen Vergoldung. Ma-r mischt ein Drittel spani-sches Weiß dazu, welches ebenfalls in Leim eingeweichtist. 4) Von dieser harten Tinte gibt man zwey oderdrey Anstriche, indem man den Pinsel stark aufstauchet;das letzte Mahl aber streicht man sanft auf. 5) Manreinigt die Arbeit mit Reparierhaken, bessert sie aus,Und glättet sie wie den Kreidengrund bey der Vergold-ung. 6) Wird das Poliment an allen Stellen, welcheManzvergoldung bekommen sollen, wie oben, aufge-tragen. 7) Nach aufgetragenem Poliment leget mandie Blättchen auf die Stellen, welche Glanzvergoldungbekommen. Wenn alles trocken ist, wischt man miteinem Pinsel den Staub leicht davon weg, und polrertnlödenn. 8) Nach dem Polieren überstreicht man die'Stellen, welche matt werden sollen, drey bis vier Mahltoit Lackfirniß; und wenn sie trocken sind, poliert man^ ein wenig mit Schachtelhalm, ohne jedoch der Glanz-vergoldung zu schaden. Aledenn tragt man 9) denDehjgrund, oder die Beiße, oder die Mischung, wel-che oben, >8.418,f. beschrieben worden sind,auf, läßksieinden Grund einziehen, und streicht ganz dicht neben denglanzgoldenen Stellen hin. 10) Wenn alles trockenm, trägt man das Gold wie bey der matten Vergold-auf. 11) Ist das Gold wieder recht rroAA,'^lchk man einen Goldfirniß mit Weingeist darüber.
. » wärmer ihn, so wie er aufgestrichen wird, mittnem Kohlfeuer, dergleichen die Vergolder gebrauchen.
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