Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gold. 437

penthmöhl dazu. 2) Man calciniret Bleyweiß, reibet^ Mit Mahlerstrniß sehr fein ab, und rührt es mit^krpenchjnöhl ein, aber nach und nach nur so viel, alsMan auf einmahl gebrauchet, weil die Farbe sonst leichtäu dick wird. Von dieser harten Tinte gibt man z oder4 Anstriche bloß auf die Verzierungen und solche Thei«

& die vergoldet werden sollen. Die Farbe muß alleVertiefungen wohl treffen, nicht dick an manchen Or«stehen bleiben, sondern allenthalben so gleich unddünn, als möglich ist, aufgestrichen werden. g)ManMmmt durch ein feines Tuch gepreßten Oehlgrund, undstreiche ihn mit einem weichen Borstpinsel, den man^orhex zum Auftrag des Grundes gebraucht hat, al-'kNthalben gleich auf die trockne harte Tinte auf, und8>bt Acht, daß alle Vertiefungen des SchnitzwerkesErmittelst kleinerer Pinsel bestrichen werden, und baßkeine Pinselhaare darauf zurück bleiben. 4) Wenn^er Oehlgrund trocken genug ist, daß das Gold darankleben kann, breitet man die Goldblatker auf dem Küft> ew aus, tragt sie mit dem Anschießpinftl auf, und tü-f mit Baumwolle gelinde darauf. Die kleinen' stellen in den Vertiefungen, wohin kein Gold gekom-men ist, bessert man mir abgeschnittenen Stückchen aus,M>d drückt sie mit einem kleinen Haarpinsel fest. ;)-^ecgoldek man Sachen, die der freyen Luft bloß ge-stellt sind, E. Balcons, metallene Figuren rc. soman ihnen keinen Firniß, weil sich die Oehlver-Mdung m diesem Falle ohne Firniß besser halt; isthingegen ein Firniß darauf, und die Sonne bescheinkkhn nach einem starken Regen, so bekommt die Ver-goldung das Ansehen, als wenn sie mit Scheidewasserndierc oder geätzt wäre. Geschieht die Vergoldungnnexhalb des Gebäudes, z. E. bey Treppengeländerno. )o muß ein Goldßrniß mir Weingeist darüber gezo-§ ei1 ' m ' c bchem Kohlfeuer gewännet, und zuletzt ein' "er Firniß darauf gestrichen werden. 6) Die größte

Ee 3 Schön-