Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gold.

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Auf eben die Art geschieht auch das Versilbern.Billig soll das dazu gebrauchte Gold - oder Silberblattecht seyn; allein zuweilen bedient sich der Buchbinderdagegen des unechten oder leonifchen, welches aber inkurzer Zeit anläuft, allerley Farben bekommt, und dasBuch schändet. ,

Wenn ein Buchbinder seine wollene karven, in welchen er/"»rqedachter Maße»/ das überflüssige Geld eintrieben, Fei*

Juden verkaufe»/ sondern selbst zu gute wachen will/ sokann er damit folgender Gestalt verfahren Man verbrenntdie Lappen in emcm neuen und reinen Schmelpiegel zu Asche/daß alle Fetligkrir davon komme; dieses Pulver vermischt manwit eben so viel fein grpülvertem Borax/ thut es wieder in ei»Um Schmelznegel, wirft auch etwas gereinigten Salpeter mithinein, sitzt diesen Tiegel in einem Schmelzofen aus einen Zre«Nelstein, deckt ihn mit einem Stücke Dachziegel zu, und gibtsta kes Feuer/ bis alles schmilzt. Alsden» nimmt man den Tie-gel aus dem Feuer, und schlägt ihn, wenn er kalt gewordenist, entzwey: so findet man das Goldkrrn aus dem Boden.

In England hat man eine Methode erfunden, denTerffec und andere Zeuge zu vergolden, indemMan ein wenig Mastix und getrocknetes Eyweiß,' bey-des gepulvert, auf die zu vergoldenden Stellen streuet.Man schneidet das Goldblatt so groß, wie es seyn muß,legt es aufdiewarme, etwasmitOehl bestricheneForm,und drückt sie auf; man muß sich aber hüten, daß vonbem Pulver nichts an die Form komme, weil sonst dasBoldblatt daran klebt.

Wenn die Buchbinder unzubereitetes Leder ver*Neiden wollen, verfahren sie auf eine ähnliche Art,und bedienen sich des gemeinen Harzes, anstatt desMastix und getrockneten Eyweißen. Das Harz schmilztuur an denen Stellen, wo die warme Form aufge-drückt wird, das Gold klebt darauf fest, und das übrigedes Leders bleibt wie es zuvor war. Dieses ist die Ur-sache, warum man bey dergleichen Vergoldungen, dietrockenen Harze den nassen und kleberigen Substanzenvorzieht. Man könnte sie mit Recht encaustiche Ver-