Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gold. 453

Farben der Seide werden zugleich wieder lebhaftund heg.

Manche bedienen sich zum Reinmachen des Goldes,gewisser Pulver; allein, es mögen diese noch so feinfeyn, und noch so vorsichtig gebrauchet werden, so ver-Ursachen sie doch Risse im Golde, und reiben es wohlgar ab, wenn die Vergoldung sehr dünn aufgetra-gen ist.

Bey dem Reinmachen der Wasservergoldung aufHolz, verfahrt man, nachdem man zuvor auf denjeni-gen Stellen, wo gar kein Gold mehr befindlich ist,Neues Gold aufgelegt hat, folgender Gestalt, i) Manlaßt i Unze Pottasche in i Quart Wasser zergehen, undwischt vermittelst eines Dachsschwanzes die Vergold-ung ab, indem man sanft darauf hin und her reibet.2) Man tunkt einen Schwamm in Flußwasser, undwascht die Vergoldung recht naß, aber hurtig damitab, um obiges Wasser der Pottasche wieder wegzubrin-gen, welches das Gold angreifen würde, wenn man'Ho lange darauf ließe. 3) Man gießt etwas reinesNasser darüber, und läßt es abtröpfeln. 4) Wennrs trocken ist, reibet man es mit warmen Tüchern ab,und hält es gegen das Feuer. 5) Ist der Grund ver-dorben, so streicht man von der oben, S.4Zt, be«schriebenen Helle etwas darauf.

Auf eben diese Art reinigt man auch die Oehlver-gosdung, und überzieht sie hernach mit einem Goldfir-uiß von Weingeist, und zuletzt mit einem fetten Firniß.

Herabbringung des Goldes von vergolde-ten Arbeiten. Die Auflösbarkeit des Goldes undllnauflösbarkeit des Silbers in Königswasser, geben ei«nen Grund ab, aus welchem Gold von der E>berstä-che des Silbers abgesondert werden mag; und dem zuFolge hat man verschiedene Processe ersonnen, von de-nen folgende zwey die bewährtesten sind. Es wird et-Ff 3 was