Gold - und Silber - Fabrik. 503
Die cöthensche Fabrik hat allein die Freyheit, in den"rstlichen Landen Gold - und Silberwaaren zu fabriciren.
Eben so darf in den königl. preußischen Ländern dasvenLkh^te Gold- und Silbergesyinnst von niemand anders,aus der Gold- und Siiberfabrtk in Berlin genommenlvrrden.
Ciradare «n die 'Lämmern und Deputationen, daß das benörrhigce Gold - und SUbergespinnst von niemand anders, alsder Gold - und Silber -Mnnufacmr m Berlin, oder beydemBrodeur Ranspach genommen werden soll, d, d. Berl, d. 28Inl. 1.761, st. in der Cd. Samml. v. I. i/^r,
Die Gold - und Silberdrahtzieher daselbst arbeiten alle fürvie Fabrik;. daher wenn sich einer setzen, will,, meidet er sichbey dem General-Duectorio, und stellet Caution, da»dlit die Fabrik gesichert sey, wenn er die gegebene ArbeitVerdirbt.
Es smd auch noch die Mittel und Maßregeln,«eren man sich zu bedienen pfleget, um die GoldsUlld Silberfabriken zu unterstützen und irr Aufnah-me zu bringen, imgleicheir die Vorrechte und Frey-heiten, die man ihnen in ihren Privilegien gemei-niglich zugestehet,und ertheilet, zu bemerken.
Das erste, was man hierzu thun pfleget, ist, daßMan die Einführe aller und jeder ausländischen Gold *Und Silberwaaren an Draht, Lahn, Tressen, Borten,Spitzen u.. s. w. gänzlich verbiethet, oder wenigstenssehr hoch jmpostiret ; wie z. E. in den königl. preußi-schen Staaten, mit 6o pro Cent (*). 2) Man erlaubtTragen der Tressen auf den Kleidungen, indem,mie oben gezeigt worden, ein mit einlandischen Manu-' mckur - und Fabrikenwaareu getriebener Luxus demStaate eher nützlich, als schädliche ist. 3) Man pflegt® te Waaren der Gold- und Srlberfabrik in dem Staatevlbst, wenn sie aus einem Orte in den andern gehen,UNd mit einem Attest von der Accise und Fabrik verse-Ji 4 hm
G tfauj) der Ordre vom 1; Fkbr. 1744. S. auch die Magdebur«gilchm, Halbcrstädkischen, Pommerischen, Berlin- undÄinrbBrandendUrPikhm ^celw-'x-riks, unter dem Art. Gold.