Gold-Finger. Gold-Firniß. 507
Daher goldfarben, oder goldfarbig, der Fax.ve des^GoldeS gleich.
Singer, der vierte Finger der Hand von demDaumen an. Er hat diesen ehrwürdigen Nahment>0 , u den Ringen, die man gemeiniglich an demselben^ugt, wenigstens in den ältern Zeiten, bekommen.
Digitus annularis, Fr. Doigt annnlaire. Er wirdstuej) her Herzfinger, und der Arzrfinger, Fr. iVlL-genannt, vielleicht weil der Doctorring an dem-lewen getragen wird.
?^-Zink, ein Nahme, welchen an einigen Orten der^XVM Th. S. 535 beschriebene Dompfaff oderGimpel führt, wegen seiner röthlich gelben Brust.
Fr. Vernis au or, ein gelber Firniß, mitwelchem man vergoldete Sachen, oder andere Dinge^ überziehen pfleget, ihnen eine Goldfarbe zu geben,gibt Weingeist- und Oehl-Goldfirnisse.
Ein weingeist-Goldfirniß, der den echten Ver-kokungen sehr nahe kommt, und nie ausbleicht, wirdüuf folgende Weift verfertigt. Man nimmt Gummi-ert in Tropfen, gießt stark rectificirten Weingeist dar«auf, und seht daö Glas, worin der Lack aufgelöset wer-den soll, in laues Wasser. Wenn der Weingeist sodiel aufgelöset hat, als er kann, filtriert man den auf-gelöftten Lack durch feines Papier. Bey dem Filtrie-rn hängt sich von außen an dem Papier viel von demichon durchgestoßenen Lack wieder an; deshalb mußUran von Zeit zu Zeit diesen sich anhängenden Lack mitdruein in Weingeist eingetauchten Pinsel abwafchen,Mit das Filtrierpapier sich nicht verstopfe. Der ftk-Dergestalt filtrierte Firniß kann hernach noch mit dein^>afe in warmes Wasser gesetzt werden, daß noch et-ag von dem Weingeiste abrauche, und der Firniß hi«er werde. Alsdenn ist er zum Gebrauch fertig.
Eine andere Art der Bereitung, ist folgende. Man
,t0 Pf 4 Unzen Gummikack in Stäben, eben so viel
Gum-