Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
Seite
558
JPEG-Download
 

558

Gold-Schlager.

gel ein Loch, in welches eine Menge coursirendeDU^'ten aus der Emulation durchsagen, und derselben a»lbeständig entzogen werden. Dieses ist n'cht alleinCirkulation nack)theilig, sondern der Staat wird av^dadurch in die Kosten des neuen Prägefchatzes gest^rdie allemahl verlohren sind, weil die Aus andernichts, als den innern Werth si hen, ohne den Präg^Schah in Betrachtung zu ziehen. Die Gesetze solltt"demnach den Goldschlägern auferlegen, sich zu i§^Arbeiten auswärtiges Stangengold anzuschaffen, uttsolches zu bescheinigen, auch allenfalls die Stange^ehe sie verarbeitet werden, stampeln zu lassen. QiüeW'obgleich der Verlust, welcher dadurch in der Circulatl'on entsteht, beträchtlich ist, indem ein Goldschlägtt,der nur für seine Person, nebst einem GesellenLehrjungen arbeitet, wenigstens 4000 Stück Ducal^jährlich der Circulation entzieht: so wird doch ^gends darauf gesehen, sondern die Goldschläger schwel'zen gleichsam die Ducaten öffentlich vor jedermannAugen ein Wenn man ihnen auch frey geben wollt?,die ausländischen Ducaten ein;uschmelzen: so so^es ihnen doch bey hoher Strafe untersage sem,Ducaten von dem Gepräge des Landesherr», desfers und der deutschen Reichsstände, zu ihrer Arvelzu nehmen. '

Um sich von der Arbeit des Gold - undSchlagens einen deutlichen Begriff zu machen,man vorher ihre Gerärhschaften und Werkzeuge Wnen. Es sind nähmlich folgende. - rt

1. Gewöhnliche hessische Schmelzriegel, wo"die Metalle geschmolzen werden.

2. Der Zahneinguß, welchen man im X Th- r*390 beschrieben, und Fig. 547 abgebildet findet, >>ein mit einer Rinne ausgehöhltes flaches schmalessen, das geschmolzene Silber oder Gold darin zu einelänglichen Zahn auözugießen. Der