Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Gold-Schlager.

Es wird von dem Mastdarwe eines frisch geschlachtet^Rindes die äußere Haut,, da wo der Mastdarm eine Fortsetztdes engern Gedärmes zu werden anfängt, mit einem MErund umher abgelöset, und gegen den Schließmuskel des A,ters herab gezogen. Diese Haut oder diesen häutigen Sack^ekelt mau über die Hand, und spannt sie auf einen, i*langen, und i Spanne breiten hölzernen Rahmen. Ma" tsbet ein Pulver von Weihrauch, Anies, Zimmet, Cardamowst"Muskatennuß, Hausenblase oder arabischen Gummi und LEpher, löset es in Wein oder Branntwein auf, reihet es l»Mein Tuch, durchquerlet das Durchgeseihete mir Eyweiß, >bestreicht hiermit die ausgespannten Darmdäute dreyvermittelst eines Schwammest nachdem man siejcdesmahl erst ^zwischen an der Lust hat trocken werden lassen. Solcher«^erhält man ein längliches Viereck, woraus rechtwinkeligebrate, s | Z. ins Gevierte geschnitten werden. Don tim.Mastdarmshgut bekommt man 6 Blätter. Weil aber dmHautblätter einzeln viel zu dünn find, so viele Hammersch'"^auszustehen, werden zwey solche Häute, nachdem sie mit reistWasser befeuchtet worden, mit der glatten Seite zusani»''geklebtt. üt

Das Geheimniß der Zubereitung der DarlE."haben sonst nur die Engländer besessen; und vont"'sen kaufen die deutschen Goldschläger dergleichenzubereitet, und bezahlen das Pack von 1200 Blättckmit 22 bis 24 Rthlr.; wiewohl solche Hamformen ns'auch zu Hamburg, Breölau, Nürnberg rc.und von da her verschrieben werden. Wo sich @ 5 °Schläger befinden, da sollte man auch die Fleischer stterrichten, diese Sache nur mit eben dem Fleiße, a 'die Harnblasen von Schweinen und Rindern, zuctiren, denn es würde ihnen weder an GeschickttEnoch an Willen fehlen, und man würde dadurch-'^Landesausgaben vermindern. Aus einem Packst1200 Blättern können nicht mehr als zwey Haustmen gemacht werden. ftt

Ehe der Goldfckläger die also zubereitetHautform gebrauchen kann, muß er sie vorher, wsies nennt, strecken; Man schlägt nähmlich in ^