Gold -Schlager. 569
J et Lange nach, nach zwo Parallellmien. Alsdennlcht man den Karren auch der O.uere nach aufdas Gold-^latk nieder, so bekommt man die zwo andern, zumDmadrat noch fehlenden, Parallellmien. Solcherge-<ialt entsteht aus zwey Einschnitten, die mit dem Kar-den auf das Goldblatt gemacht werden, ein vollkomme-nes, vechtwinseliges, und allemahl gleich großes Viereck.
Nachdem wir uns also Mtt der Gerathschaft der^oldschlager überhaupt bekannt gemacht, undsie ein-öln in Augenschein genommen haben, müssen wir sie auchM jh^r Wzrk simckeit betrachten, was ein jedes Werk-zeug zu der Absicht des Ganzen, oder zur Entstehung^er Eoldblättev (Blättergold, Blattgold, ge->5vlagett Gold, Gchlaggöld, L. ^urum kobamm,»e. Or battu, Or en feuisles,) in seiner Ordnung nach^üd nach beytrüge.
Was ich hier von dem Golde sagen werde, giltauch vgu dem Silber, Beyde Metalle müssen erst^kommen fein auf dem Teste abgetrieben, oder das^old durch Spießglas gegossen werden, ehe das imheißen Tiegel mit etwas Borax geschmelzte Gold, ineinen Einguß zu einem Zahn (Zain), d. i. zu eineml^gerdicken und ungefähr i Fuß langen rundlich stachenStücke ausgegossen werden kann. Das Boraxhäut-springt von dem kleinsten Schlage wieder davon5^ Der gegossene Goldzahn hat nicht jederzeit einer-iey Schwere, weil man einen großen oder kleinen Ein-»sitz Nehmen kany. Wenn er kalt ist, wird er drey bis'-Mahl geglühek, und bey jedem Glühen auf demEboß viereckig geschmiedet. Von dem Amboß wirdau f 3ieh - oder Streckwerk gebracht, und zwi-Zwo Stahlwalzen desselben durch zwey starkeh gestreckt. Einer dreht dabey feine Walze mit— K urbel nach der linken, der andere nach der rechtenWenn man z. B, 24 Loth Silber, oder4° Ducaten zu einem länglichen Viereck, welches eine
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