Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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588 Gorre. Gosen.

zu Ausjicrung allerley NähwerkeS bedienet. Daherwerden auch gewisse Spitzen, wo dieBlumen, anstatteines Spitzenbandchens, mit dergleichen Gor! beleget,und inwendig mit allerhand Spitzenstichen ausgefülltsind, Gorlfpitzen genannt.

Gorre, ein schlechtes Pferd; siehe Gurre.

Gos, ist ein Längenmaß der Indianer, wodurch sie ihreWege zu messen pflegen. Es hält 4500 bis 5000 ged'metrische Schritte, oder eine große deutsche Meile.

Gosche (*) [öte], ein nur in den niedrigen SprecharteNOber. und Niederdeutschlandes übliches Wort, eingkoßeS Maul und im verächtlichen Verstände auch denMund überhaupt z-u bezeichnen.

Gose, Goßlarisch Bier; siehe Th. V, S. 24.

Gosen, Gosi oder Goft, werden in Rußland diejenigenKaufleute genannt, welche außerhalb Landes nachDeutschland, Persien, Türkey und China im Ganzenhandeln; und kann sich keiner Gost nennen, er habedenn besondere Privi!egien dazu. Eigentlich aber vtftsteht man unter den Gosen oder Gosten, nur diesiggen, welche für Rechnung der Krone handeln, und e>'gentlich die kaiserlichen Factore sind. Sie haben ^Rang vor allen andern Kaufleuten, und werden 3 11vielen Diensten, als: im Commerzien - Collegio JJ*Beysitzern, in großen Städten zu Bürgermeistern «t*®Direckeurs über die Zölle, und in andern VergleichsDiensten, gebrauchet. Ja, sie werden auch oftmahlvon dem kaiserlichen Hofe in wichtigen Verrichtung^gebrauchet, weil sie sich durch den Umgang mit ftr^'den Nationen oft weit geschickter, als die vornehm^Herrett im Lande, gemacht haben; wiewohl sie ^diesem ohne des Zares besondere Erlaubniß nicht auß^Landes handeln durften. Endlich haben sie auch^?^

C) Im gern. Leben auch Gusche, ,'m Nicders Sorte, im wittW*xai. GofFum.