Gothisch.
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nen es nicht am Wesentlichen, auch nicht immer amGroßen und Prächtigen, sondern am Schönen, amund Feinen fehlt. Da dieser Mangeldes Geschmackes sich auf vielerlei) Art zeigen kann, sokann auch daö Gothische von verschiedener Art seyn.Daher nennt man eine Bauart, welche von den Pro-portionen und dem Charakter der antiken Bauart derKriechen und Römer merklich abweicht, die gothischeBauart. Sie ist zu der Zeit aufgekommen, da diebothen, Vandalen, Longobarden und andere Völkerolles verwüstet, und zugleich Künste und Wissenschaf-ten vertilget hatten, und die Länder sich wieder zu er-höhten und zu erbauen anfingen. Sie ist, wie die da,von allenthalben noch übrigen ansehnlichen Gebäudefrugen, dauerhaft und prächtig, auch zierlich, alleintausend unnützen Zierrathen überladen. Sie wirdm die ältere und jüngere eingetheilt. Die äirere go-thische Bauart ist diejenige, welche die Gorhen im,5ten Jahrhundert aus dem Norden nach Italien brach,ten. Die nach dieser Methode aufgeführten Gebäude,sind fthx massiv, schwer und plump. Die nachherjünger» gothischen Bauart errichteten hingegen snd^sit leichter und feiner, und man erstaunt.über diekühne Unternehmung dieser Arbeit. Sie ist lange3rik, sonderlich in Italien gebräuchlich gewesen. Siehat von dem igten Jahrhundert an, bis zur Wieder-Herstellung der alten griechischen Baukunst im i6ten^ohrh. gedauert. Alle alte Domkirchen sind nach derLvkhischen Art und deren Ordnung gebauet.
Bey einem gothischen Gebäude nennt man einen8anz runden Pfeiler eine gothische Gäule; siehe un-ter Gäule.
gothischen Dach, siehe Th. VIH, S.
Von, gothischen Gewölbe, siehe Th. XVIII,'®* 33 * UNd 541,
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